Hallo, allgemein, besser gesagt aus Sicht der technischen Optik, lässt sich die Dioptrie auch durch Brennweiten erklären. Stell dir eine Lupe vor die du in die Sonne hälst und damit ein Blatt Papier ankokelst. Das Ankokeln funktioniert nur im Brennpunkt der Lupe. Dieser Brennpunkt hat einen bestimmten Abstand zur Lupe. Dieser Abstand in Metern umgerechnet und den Kehrwert gebildet, ergibt die Stärke der Lupe in Dioptrien. Verschieden starke Lupen, haben also unterschiedliche Brennweiten, die sich aus der Dioptriezahl auch wieder zurückrechnen lässt.
Beim Auge ist es das gleiche. Das Auge hat ungefähr 59 dpt. Bei einer Fehlsichtigkeit landet der Brennpunkt dieser 59 dpt nicht auf der Netzhaut, sondern davor, oder dahinter, weil das Auge zu kurz oder zu lang ist.Die Folge daraus ist ein mehr oder minder unscharfes Bild. (Es kann auch sein das das Auge zwar normale Länge hat, aber die Lichtbrechung zu schwach oder zu hoch ist).
So hat jemanden der um 1dpt Kurzsichtig ist, wenn er in die Ferne guckt, kein scharfes Bild, weil die Brennweite des Auges zu kurz ist, das Auge also das Licht zu stark bricht und der Brennpunkt vor der Netzhaut landet. Mann muss es also abschwächen um 1 dpt, also -1dpt in die Brille packen, um es zu korrigieren.
Wenn du das oben genannte Beispiel mit der Sonne verstanden hast, kannst du selber ausrechnen wie weit derjenige ohne Brille gucken kann. Die -1dpt kann man umrechnen (Kehrwert) in Meter. Die Brennweite dieser 1 dpt ist also 1m. Und 1m enspricht auch dem weitesten Punkt, der von dem Kurzsichtigen mit der -1dpt Fehlsichtigkeit, ohne Brille scharf gesehen werden kann. Bei -2 dpt sinds nur noch 0,5m bei -3dpt sinds nur noch 0,33m.
So hoffe das ist nicht zu kompliziert geschrieben,
gruß henni