Mikrostrabismus
Hier nur einige Gedanken dazu
Der Begriff Mikrostrabismus ist zwar bei Ihnen in Deutschland genormt,
aber dennoch gibt es keine einheitliche Verständigung. Viele
Definitionen existieren u. a. kann er angeboren, in den ersten zwei Lebensjahren geprägt oder erst danach erworben sein. Die Untersuchung bei einem Augenarzt oder Augenoptiker führt leider oft zur nicht richtigen Einschätzung oder zum Übersehen.
Messungen mit den Polatest-Sehprüfgeräten hingegen, durchgeführt von Anwendern, die auch über die "Korrektionsempfehlungen zu den sensorischen Anomalien des beidäugigen Sehens" Bescheid wissen, ergeben nie "zu hohe" Messwerte.
Im Gegenteil, viel effektiver und sicherer sind hierbei die diskutierten
Formen eines Mikrostrabismus (wirklich irreversibel oder nur "locker") zu
bemerken oder zumindest durch sinnvolle Korrektionsmaßnahmen abzuklären. Unerklärlich bleibt die immer wieder auch hier geäußerte falsche Behauptung, dass Mikrostrabismus durch MKH nicht erfassbar ist oder gar zu falschen Messungen führt oder ein Schielen hochgetrieben wird. Alles Nonsens.
Noch etwas anderes ist nicht korrekt Bei bestehende Mikrostrabismus ist es nicht richtig, von Winkelfehlsichtigkeitsanteilen zu sprechen. Der praktisch immer vorhandene latente Schielwinkelanteil beim Mikrostrabismus (auch heterophorer Teil genannt) ist zwar mit der MKH gut und richtig messbar, aber bestimmt ist dieser Anteil keine Winkelfehlsichtigkeit. Ähnlich, wie auch bei vorliegendem manifesten Schielen keinesfalls irgendeine Form von Winkelfehlsichtigkeit vorhanden sein kann.
Also Die Benutzung des Begriffes Winkelfehlsichtigkeit ist im Zusammenhang mit allen Formen des Schielens fachlich nicht korrekt, denn beides zusammen gibt es nicht (wird leider doch immer wieder vermischt).
Eduard Steffen
Seite 1 Zeile 4 Spalte 8 * HP-A4





