Hallo,
vor einem halben Jahr stellten wir fest, dass unser Sohn (damals gerade drei Jahre) schielt. Erst nur ein bisschen, dann immer stärker. Dabei war nicht auszumachen, welches nun das Schielauge war. Mal rutschte das eine, mal das andere Auge weg. Ich stellte unseren Sohn zunächst beim der Kinderärztin vor. Die machte einen kurzen Test mit ihm und meinte, dass er wohl trotzdem räumlich sehen könnte. Vier Wochen später hatte ich einen Termin beim Augenarzt. Der diagnostizierte, dass unser Sohn das linke Auge so gut wie gar nicht benutzen würde, verordnete eine Abklebetherapie (jeden zweiten Tag drei Stunden) für das rechte Auge und gab uns eine weiteren Termin zur Feststellung, ob eine Brille notwendig sei oder nicht. An diesem Termin stellte sich dann eine Weitsichtigkeit heraus (linkes Auge +5 dpt, rechtes Auge +4 dpt), die der Augenarzt auch als Ursache für das Schielen angab. Er verordnete eine Weitsichtbrille und die Fortsetzung der Abklebetherapie. Mit der Brille stabilisierten sich die Augen unseres Sohnes, ein leichter Silberblick blieb. Ebenso das gelegentliche Wegrutschen eines Auges v.a. bei Müdigkeit. Bei der vierteljährlichen Überprüfung zeigte der Augenarzt sich sehr erfreut über den Erfolg, dass unser Sohn das linke Auge nun schon viel mehr benutzte. Auch die zweite Überprüfung fiel so aus. Allerdings meinte der Augenarzt, dass unser Sohn im räumlichen Sehen beeinträchtigt sein und bleiben würde, man könne durch die fortgesetzte Abklebetherapie nur erreichen, dass er beide Augen benutzen würde.
Parallel zur Schielbehandlung fiel unser Sohn im Kindergarten dadurch auf, dass er zeitweise soooo verträumt war, dass das Geschehen um ihn herum und auch an ihn gerichtete Ansprachen buchstäblich an ihm vorbeigingen. Die Kindergärtnerin empfahl mir, unseren Sohn von einer mit dem KiGa zusammenarbeitenden Logopädin beobachten und testen zu lassen. Im Auswertungsgespräch bei der Suche nach den Ursachen für das Verhalten unseres Sohnes merkte die Logopädin an, dass auch abzuklären sei, ob vielleicht eine Winkelfehlsichtigkeit vorliege, die von Augenärzten häufig nicht diagnostziert würde. Ich hatte schon davon gehört, da in entfernterer Verwandtschaft ein solcher Fall bekannt ist. Allerdings war ich etwas verunsichert. Wie passte eine solche Fehlsichtigkeit mit dem Schielen zusammen? Nun habe ich einen Termin bei einem Optiker ausgemacht, der sich dazu in der Lage sieht, die Untersuchung auf WF auch bei einem dreieinhalbjährigen durchzuführen (was allerdings wohl nicht von der Kasse übernommen wird). Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Wüsste nur im Voraus schon gern, ob jemand Erfahrungen/ Informationen hat
1.) Zum Zusammenhang von Winkelfehlsichtigkeit und Schielen (besteht da überhaupt einer? Der Artikel von Paul-Gerhard Mosch Das MKH-Anzeigekarten-Set lässt so etwas vermuten - sonst hab ich nichts gefunden)
2.) zu winkelfehlsichtigen Kindern im Alter von 3 Jahren (Diagnosemöglichkeiten, sonstige Hinweise/ Anzeichen einer WF in diesem Alter)
Vielen Dank
Mirjam
P.S. Das Fallbeispiel von Simon im Artikel von Paul-Gerhard Mosch Das MKH-Anzeigekarten-Set zeigt frappierende Ähnlichkeiten mit der Geschichte unseres Sohnes.



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dazu bin ich viel zu aggressiv, impulsiv und wahrscheinlich einfach zu ehrlich!
du hast vollkommen recht! Und dein Buch find ich auch nicht schlecht!!!