Die Bezeichnung ADHS ist aufgetaucht, als aus Amerika das Ritalin in D eingeführt wurde. Die Neurotransimmterstörung ist richtig, es gibt aber Studien die belegen, dass durch Therapien und Erziehungsberatung diese Störungen reversibel waren.
Bleibt also zunächst wieder die Frage nach der Henne und dem Ei.
Ich gbe zu, ich bin ein Gegner von Ritalin. Ich will es aber nicht verteufeln, da ich in einem Fall ein Kind erlebt habe, wo auch ich es gegeben hätte.
Was mich besorgt sind die Trittbrettfahrer. Wir haben in SG einen Kinderarzt, dessen Frau Therapie anbietet aber nur gegen Cash. Wer sich das nicht leisten kann, der kann ein Ritalin-Rezept haben. Mit viel Diskussion kann man einen Ergo-Therapeutin rausschlagen. Da empfiehlt er dann eine die er kennt, die auch diese Therapieform anbietet. Unsere KG hat auch so eine Fortbildung und als ich sie auf Einnässen ansprach kam der Satz"Vielleicht hat er ja ein bisschen ADS". Da bin ich laufen gegangen. Der Doc verkauft den Eltern erst mal einen Workshop für 95€...
"Ein bisschen ADS" ist für mich genau so ein Quatsch wie "monosymptomatische Gestosen" oder "ein bisschen schwanger". Scheinbar ist es schick geworden, für jede Störung einen Fachbegriff zu kriegen. Schließlich ist es einfacher, aus einer Störung einfach eine Krankheit zu machen.
Ich glaube, die Behandlung von ADS muß auf allen Ebenen einsetzen. Ggf. auch mit Ritalin am äußersten Notfall. Zuvor sollten wirklich Wahrnehmungsstörungen, hor. Veränderungen, aber auch persönliche Schicksale wie "Trennung der Etern" etc. berücksichtigt werden. Und die Familie muß mitarbeiten.
Das eine tun aber das andere nicht lassen. Und nicht den Zustand der Kinder nutzen, um sich daran ne goldene Nase zu verdienen.
Im Großen und Ganzen stimme ich mit Ewa überein.