Hallo,
ich habe ein paar Fragen zum Höhenprisma.
Ich hole kurz aus um meine Beschwerden zu schildern.
Seit Jahren habe ich einseitige Spannungskopfschmerzen, Nacken- und Schulterbeschwerden und Migräne, alles rechtsseitig. Nie wurden Ursachen dafür gefunden, es hieß stressbedingt, vererbt, so ist es eben. Irgendwann hab ich es aufgegeben und jahrelang nur mit Schmerzmitteln gearbeitet.
Im letzten Jahr bekam ich das Angebot, an einer speziellen Kopfschmerzgruppe in unserer Uniklinik teilzunehmen.
Bei einer neurologischen Routineuntersuchung wurden Doppelbilder beim Linksblick festgestellt.
Meine vorherige Wahrnehmung Beim Fernsehen im Liegen auf der rechten Seite musste ich ein Auge zukneifen, da ich sonst das Fernsehbild doppelt gesehen habe. Ist mir aber nie besonders aufgefallen, ich dachte das sei normal.
Nach der Untersuchung habe ich bewusst drauf geachtet und folgendes festgestellt
Wenn ich genau geradeaus schaue, habe ich ein Doppelbild.
Wenn ich Busfahre und aus dem linken Fenster schaue, kneife ich ein Auge zu.
Wenn ich mich unterhalte oder fernsehe, drehe ich den Kopf leicht nach links und richte dadurch die Augen nach rechts aus. Dann habe ich ein einfaches Bild.
Wenn ich auf der linken Seite liege beim Fernsehen, habe ich ein einfaches Bild.
Durch die Beobachtung, daß ich den Kopf häufig nach links gedreht halte, ein Gespräch mit einer Orthopädin, die in einem Nebensatz etwas über Triggerpunkte sagte und Internetrecherche bin ich auf den Zusammenhang zwischen meinen Kopfschmerzen und dem Doppelbild gekommen. Ein aktiver Triggerpunkt am Kopfansatz löst reproduzierbar exakt meine Kopfschmerzen aus.
Soweit. Meine Ärztin in der Kopfschmerzgruppe hat mich in die Augenkinik überwiesen, wo verschiedene Tests gemacht wurde. Daraufhin bekam ich ein Rezept über eine Prismenfolie mit der Stärke 4 Basis unten aufs rechte Auge. Es war die Rede von einer angeborenen Augenmuskelschwäche, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Diese Folie habe ich nun seit einem halben Jahr. Der Effekt auf die Kopfschmerzen ist meiner Meinung nach klar zu erkennen, die Schmerzhäufigkeit ging von 25-30 Tagen auf 5-10 Tage zurück, Schmerzmittel sind nur noch an 3-5 Tagen nötig.
Wenn ich mit der Brille nachlässig bin, kommen an den Tagen danach verstärkt Kopfschmerzen.
Nach einem halben Jahr sind die schmerzhaften Punkte am Nacken nicht mehr dauerhaft schmerzend, allerdings noch druckempfindlich.Ich denke, daß noch unterstützende Maßnahmen nötig sind.
Im März war ich nochmals in der Augenklinik, um die Werte überprüfen zu lassen, dort wurde wieder ein Wert von 4 Basis unten gemessen.
Soweit die Vorgeschichte, nun meine Fragen.
Vereinzelt habe ich mit und auch ohne Brille unter dem rechten Auge ein "Gefühl", nicht direkt Schmerzen, eher wie ein leicht taubes, prickelndes Gefühl, so als ob beim Zahnarzt die Spritze nachlässt.
Sind das die Augenmuskeln, die angestengt sind ?
Was wird denn nun mit der Prismenbrille genau ausgeglichen?
Ich habe es so verstanden Ohne Brille versuchen die Augenmuskeln die Augen so auszurichten, daß ein "richtiges" Bild entsteht. Ist das denn beim Höhenprisma auch der Fall? Oder kann das Auge eine Höhenabweichung nicht ausgleichen?
Ich bin mit meinem Rezept zum Optiker gegangen um eine entsprechende Brille zu bestellen. Da hörte ich dann davon, daß üblicherweise das Prisma aufgeteilt wird, auf beide Augen.
Eine Nachfrage bei der Klinik ergab Bei Ihnen ist als verursachende Auge das rechte festegestellt worden, aber man könnte es auch aufteilen.
Also beim Optiker Testbrille mit einem aufgeteilten Prisma aufgesetzt, Sehen war in Ordnung, aber ich hatte den Eindruck eines Drückens um die Augen, Allerdings fand ich das Gewicht der Testbrille extrem unangenehm.
Welche Gründe gibt es ein Prisma aufzuteilen?
- Gewichtsverteilung
- sieht besser aus
- gleichen sich die Prismen gegenseitig aus, wenn man nicht mittig durch die Brille schaut? Das wäre ja ein wichtiges Argument dafür, sonst hat man den richtigen Wert ja nur, wenn man genau durch die Mitte schaut?
Welche Nachteile kann es geben?
Das rechte Auge kann ja nicht ganz "entspannt" sein, dafür ist das linke "angespannt"? Oder hab ich da einen Denkfehler drin, und es hat gar keine Auswirkungen auf die Augenmuskeln?
Gibt es auch sonst noch Argumente, die dagegen sprechen, den Wert aufzuteilen?
Mein Hauptanliegen ist ja die Kopfhaltung zu neutralisieren, ich will aber nicht zusätzliche Probleme schaffen, indem ich die Augenmuskeln belaste. Ich habe mittlerweile schon 4 mal beim Optiker umbestellt, die halten mich bald für blöd.
Ich habe übrigens einen kompletten Befundbericht der Augenklinik vorliegen, falls noch irgendwelche Fragen auftauchen sollten.
Ich bräuchte einfach etwas Entscheidungshilfe, ob ich den Wert aufteilen soll /kann oder besser nicht.
Vielen Dank
Silvia
