Hallo Kranzlfee,vielleicht hilft Dir ein Hinweis aus der Logopädie. In der normalen kindlichen Entwicklungverläuft das Sehen wie folgt
- im ersten Lebensmonat ab und zu auftretendes Schielen.
- im 3 Lebensmonat nur noch selten Schielen.
- mit 6-7 Monaten Personen mit Augen verfolgen (von Schielen ist nichts mehr erwähnt).
Das Sehen wird bis zum 3. Lebensjahr gelernt, inkl. der Bereiche Visumotorik, Raum-Lage, Figur-Grund-Wahrnehmung, Wahrnehmungskonstanz, Gestaltschluß, räumliche Beziehung, visuelles Gedächtnis.
Diese Leistungen werden dann in das auditive System (hören) übertragen. Wenn im zuerst gelernten System Probleme auftreten, fällt die Übertragung ins nächste System (z.B. Unterschied Nutzschall/Störschall) schwer und es KÖNNEN sich Probleme bei der Sprachentwicklung ergeben. Insofern ist es gut, daß Du nach einer Lösung suchst.
Ich habe auch schon von der Wirbelsäulen-Korrektur gehört. Allerdings sollten evtl. Risiken nicht außer acht gelassen werden, denn die Wirbelsäule ist ein empfindsames System.
Ich wurde z.B. aufgrund von Blockierungen sehr oft chiropraktisch eingerenkt, was dazu führte, daß es zu einer überdehnung der Bänder kam und ich immer wieder und in immer kürzeren Abständen zum Chiropraktiker mußte, am Ende so oft, daß es nicht mehr realistisch war.
Ich dachte schon über eine OP nach um die Bänder zu verkürzen, als ich die Adresse einer Heilprakterin bekam, die mir sehr geholfen hat.
Der Tip einer Heilprakterin eine Wärmflasche auf der ein feuchtes Tuch legt, jeweils 10 Minuten unter das Gesäß zu legen, dann in den Nacken zu legen und dann auf den Sodaplexus hatte - regelmäßig angewendet - gute Erfolge um den Rücken zu entspannen und hatte positive Auswirkungen auf die Häufigkeit der Blockierungen.
Durch Zielgrei habe ich dann eine Methode gefunden, die Blockierung selbst zu lösen, was für mich eine große Erleichterung war.
Ich habe jetzt einen 30 jährigen Weg hinter mir, mit einem 2 x operierten Riß in der Muskelfaser des Bauchfells, Probleme beim Schreiben /Fahrrad fahren lernen, Änglichkeit bei Bewegung und vielem mehr.
Bei meinen Operationen hieß es jedes Mal, es wäre kein Problem. Was ich nach 1 1/2 Jahren, als ich das dritte Mal wegen der gleichen Hernie operiert werden sollte, nicht so gesehen habe.
Ich habe mich vor der 3. OP entschlossen auf eine weitere OP zu verzichten und mir einen anderen Weg zu suchen.
Zu diesem Zeitpunkt war ich Schmerzpatient, der keine starken Schmerztabletten vertragen konnte, weil ich dann doppelt sah oder müde wurde.
Das ist jetzt einige Jahre her. Durch ein Buch "mit dem Schmerz leben", Kinesiologie und Alexandertechnik habe ich es auch ohne Operation geschafft ein schmerzfreies Leben zu führen.
Seit kurzem bin ich mit einer Prismenbrille versorgt und sofort beim ersten aufsetzen entspannte sich mein Körper.
Ich hatte nicht mehr das Gefühl, daß ein Auto, das an mir vorbei fuhr, auf mich zukommt (was nach Aussage der Medizin bei fehlendem 3-d-sehen normal ist).
Ich weiß, daß der Körper aus Muskelketten besteht und Veränderungen an einer Stelle eine andere Stelle beeinflussen können.
Als ich erfuhr, daß ich das 3-D-Sehen nur durch sehr hohe Muselanspannung nach 10 Sekunden bewältigen kann, wurde mir einiges klar.
Ich habe mehrere Jahre Körperarbeit gemacht und konnte beim stehen nicht nach rechts und links schwanken, weil mir schwindelig wurde.
Jetzt kann ich in alle Richtungen schwanken, weil "meine Seiten wieder da sind" (Blickfelderweiterung auf jeder Seite ca. 30 cm).
In den ersten Tagen meiner Brille hat mein Hals oft laut geknackt und ich wünsche mir, daß die Brille hilft die gewohnte überstreckte Kopfhaltung aufzulösen.
Die Winkelfehlsichtigkeit hat mein Leben oft anstrengend gemacht und ich brauchte in vielen Dingen länger als andere, um sie zu beherschen und vor allem viel mehr WillensKRAFT.
Ich habe nur eine Winkelfehlsichtigkeit von 0,5 (das ist, wie ich hier im Forum gelesen habe echt wenig), aber selbst dieser kleine Wert hatte Einfluß auf meinen Lebensweg.
Ich wünsche Dir, daß Du einen gelassenen Weg findest für Dein Kind die richtigen Schritte zu gehen.
Ich bin seit 10 Jahren auf der Suche nach der Ursache für meine Muskelverspannungen und Risse in der Muskelhaut und ein Jahr hat es gebraucht, bis ich zur Prismenbrille kam, weil der schnelle Weg der Medizin mir nicht mehr geheuer war.
Mit Brille ist mein Leben wieder rund, auch wenn die Probleme, die ich hatte, für Ärzte keinen Krankheitswert haben.
Operationen sollten gut überlegt sein, und wirklich der letzte Weg sein, denn selbst wenn das Risiko gering ist, kommt es einem vor als hätte man ein 100% Risiko gewählt, wenn es einen trifft.
Es ist gut, daß Du Dir Zeit nimmst um nach Alternativen suchen. Diese Zeit sollte sein, wenn das Problem nicht lebensbedrohlich ist.
Strandsonnenadler