Hallo,
am 19. Juni war ich (44) schon einmal in diesem Forum, weil ich Probleme mit künstlichem Licht am Arbeitsplatz hatte (Künstliches Licht am Arbeitsplatz macht mich kaputt). Auf diesem Arbeitsplatz bin ich jetzt nicht mehr, aber es ist noch nicht ausgestanden, ich soll demnächst wieder versetzt werden.
Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass ich jetzt eine Lesebrille brauche. Durch meine komplizierten Prismengläser ist es aber nicht möglich, eine Gleitsichtbrille o. ä. zu machen, bzw. würde es so kompliziert ausfallen, dass ich dann durch so eine Brille nicht mehr sehen könnte. Es wäre dann in etwa so wie Vier-Stärken-Brille und das funktioniert nicht mehr. Ich muss also ab sofort mit zwei Brillen leben, die ich im ständigen Wechsel auf und ab setzen muss, je nachdem wohin ich gucke. Das Problem ist jetzt die Arbeit (Angestellte im öffentlichen Dienst). Da es noch um Versetzung bei mir geht, kann es sein, ich muss im Publikumsverkehr arbeiten. Bisher musste ich es nicht. Das ist für mich nun auch in keinster Weise mehr möglich, da ich ja nicht während des Vorganges mit einem Klienten Brillen-auf-ab-setzen kann. Was soll denn das dann sein? (Ich muss mich dann nur auf das Brillentauschen konzentrieren, die meisten Handbewegungen werden dafür aufgebracht, statt die Arbeit auszuführen, und für den Betrachter wirke ich, als hätte ich einen geistigen Schaden. Abends bin ich dann vom Brillenwechseln – und den ständig wechselnden Linsen vor Augen - so k.o., dass ich nur noch zum Schlafen nach Hause gehen kann. Das kann es doch auch nicht sein.) Ich habe ja bereits Probleme an meinem jetzigen Arbeitsplatz, wo ich für mich alleine arbeite, aber unter Publikum geht gar nichts mehr. Es geht darum, gegenüber meinem Personalchef glaubhaft darzulegen, dass ich tatsächlich nicht unter Publikum arbeiten könnte, falls er es verlangt … Ich kann mir vorstellen, dass er das nicht versteht und auch nicht verstehen muss. Denn wenn ich mich oute, dass ich etwas nicht kann, ist er nicht verpflichtet, mich weiterhin einzusetzen, wenn er keine Möglichkeit dazu hat. Damit muss ich dann auch leben, soll aber hier nicht das Problem sein.
Die andere Sache ist, dass ich eigentlich auf meinem „normalen“ Arbeitsplatz so auch nicht arbeiten kann. Man kann nicht ständig „nur unten“ oder „nur oben“ gucken. Normalerweise haben ja die Menschen mit Lesebrillen die Möglichkeit, über den Rand ihrer Lesebrille schauen zu können … ich sehe aber dann nichts und muss schnell die Brillen wechseln. Das kann doch kein Zustand auf Dauer sein? Bisher nutze ich noch gar nicht die Lesebrille auf der Arbeit, weil es einfach nicht geht!!! Aber ich kann mit meiner Fernbrille eben kaum noch die Buchstaben erkennen. Ich fühle mich behindert und weiß keinen Rat. Da ich noch andere körperliche Leiden habe ist ohnehin alles schon etwas anstrengender als für einen Gesunden. Da brauche ich nun nicht noch solch eine Brillenproblematik dazu. Ich fühle mich etwas im Stich gelassen von Augenarzt und Optiker. Sie fertigen mir zwar die Brillen so an, wie ich sie nun brauche, doch mit der Misere lässt man mich allein.
Nun erhoffe ich mir, dass Sie hier im Forum eine kleine Hilfestellung geben können. Wie soll das jetzt im Berufsleben für mich weitergehen, wenn Arzt und Optiker an die Grenzen des Machbaren für mich gestoßen sind und das nicht optimal ist?
Die Werte meiner Fernbrille
F sph. cyl. A. Pr. B. Add.
R -7,0 -0,75 176 7.07 188
L +1,0 -1,5 17 10.5 0
Freundliche Grüße von
Saxonia

