Hallihallo,
zur Abwechslung mal was Neues
Heute war ich bei der Ortoptistin meiner AA um Prismen ausmessen zu lassen, da die jetzige Teilkorrektur (5 von 11,5 gemessenen Prismen, B. außen) eindeutig zu schwach ist.
Sie überprüfte dabei auch meine Sehstärke.
Dabei kam heraus, dass ich auch mit 0,75dpt weniger als meinen jetztigen Stärken (l -5,0, r -2,25) auf einen Visus von 1,0 komme. Laut Aussage des letzten Sehtestes habe ich mit den Werten der Brille einen Visus von 1,1.
Nun möchte sie einen "objektiven Sehtest" am Apparat unter Pupillenerweiterung machen, um diese Werte zu überprüfen. Sollte sich herausstellen, dass meine Brille tatsächlich überkorrigiert, empfahl sie dringend, zunächst schwächere Gläser auszuprobieren, bevor die Prismen erhöht würden. Evt. auch eine extra Brille mit bewusster Unterkorrektor für die Bildschirmarbeit.
Dass eine Überkorrektur durch den höheren Akkommodationsaufwand im Nahbereich ein Innenschielen verstärkt, leuchtet mir ein.
Da ich auch den Eindruck habe, dass meine Brille recht stark verkleinert, könnte sogar etwas dran sein an der Überkorrektur.
Stutzig macht mich aber, dass ich im letzten halben Jahr insgesamt 6 Sehteste bei AAs und verschiedenen Optikern über mich ergehen lassen habe. Alle erbrachten, wenn auch zum Teil mit Schwankungen um 0,25dpt nach oben und unten, meine jetzigen Werte.
Daher drei Fragen
1. Kann es sein, dass sich durch das Prismentragen (5 insgesamt seit 4 Wochen)der Visus verbessert hat? Allerdings habe ich vorher auch schon MKH-Sehteste mit Prismen-Vollkorrektion gemacht, hätte das da nicht auch schon auffallen müssen?
2. Ich habe noch einen unkorrigierten Astigmatismus von -0,25 und -0,5. Kann daraus eine Überkorrektur entstanden sein? Wäre es evt. besser, den Astigmatismus mit zu korrigieren? Bisher wurde mir einhellig davon abgeraten.
3. Würde eine Unterkorrektur wirklich etwas bringen und um wieviel schwächer müsste sie sein, um Wirkung zu zeigen?
Dazu muss ich erwähnen, dass meine letzten Kontaktlinsen vor den Prismen auch leicht unterkorrigiert waren (l -4,0, r -1,75, visus
1,0), während die KL davor deutlich zu stark waren (l-5, r-3).
Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, dass sich meine wfs-Beschwerden durch die Abschwächung der Kl deutlich verbessert hätten. Zudem fühlte ich mich mit angeblich 100% Sehschärfe schon reichlich blind im Vergleich zu den KL vorher, aber auch der jetzigen Brille. Weniger sollten es also höchstens für eine Arbeitsbrille sein, keinesfalls für eine Alltags- und Autofahrbrille.
Macht es also wirklich Sinn, eine Unterkorrektur zu versuchen?
Wenn es funktioniert, wäre das natürlich die im wahrsten Sinne des Wortes schönere Lösung als die Prismen unnötig weit heraufzusetzen.
Gruß,
Anna
PS Noch ein Bonbon für die MKH-Anhänger
Die Prismenbestimmung bei der Ortoptistin bestand darin, mir Prismen vorzuhalten und am Covertest zu überprüfen, ob noch Einstellbewegungen vorhanden sind. Nach 5min und nur zweimaligem Glaswechsel kam angeblich heraus, dass meine derzeitigen 5 Prismen für die Ferne ok seien und ich in der Nähe noch 2 mehr brauchen könnte. Da sagt mir allerdings nicht nur die MKH, sondern auch mein eigenes Sehgefühl, dass das nicht so ganz reichen kann.
Mein ganz persönlicher Covertest (ein Auge zukneifen, ein Objekt fixieren, Auge öffnen) zeigt mir nämlich, dass mit der jetzigen Prismenbrille auch beim Fixieren in der Ferne es noch ca. eine Sekunde dauert, bis das Bild des zugekniffenen Auge mit dem des anderen "zusammengerutscht" ist.
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