Hallo, ich werde wohl bald zur Fangemeinde gehören, denn ich trage seit 5 Tagen meine erste Brille mit Prismen und bin ziemlich unglücklich über die Umstellungsprobleme. Ich habe mich schon etwas ins Forum eingelesen und konnte bis jetzt nichts finden, dass zu meinen Beschwerden passt. Vielleicht ist ja auch etwas falsch gelaufen bei der Messung oder Herstellung der Brille? Ich musste sie schon zwei mal zurückgeben, weil so starke Reflexionen in den Gläsern waren, das es unzumutbar war, sie zu tragen. Die Entspiegelung ist jetzt in Ordnung, aber ich komme trotzdem nicht klar. Ich hatte vorher eine normale randlose Brille, wobei ich immer sehr große Gläser mit starker Tönung hatte. Damit war mein Gesichtsfeld möglichst weit abgedeckt, auch weil ich sehr lichtempfindlich war/bin. Ich habe seit ca. 20 Jahren starke, häufige Migräne und Spannungskopfschmerzen ohne nachweisbare Ursache. Deshalb hatte ich u.a. nochmals die Augen prüfen lassen und man sah die Notwendigkeit für Prismengläser, weil beide Augen wegrollen. Der Optiker hatte mir dann dringend empfohlen (fast genötigt), eine sehr kleine Brille zu nehmen, wegen der Dicke des Glases und des Gewichts. Ich habe erstmals auf eine Tönung der Gläser verzichtet, weil ich das Gefühl hatte, ich sei weniger empfindlich. Außerdem sollte die Lichtempfindlichkeit mit der Korrektur nachlassen.
Man hat mir schon eine Umstellungszeit von mehreren Wochen prophezeit, aber wenn ich nicht gerade krank geschrieben wäre, müsste ich es wohl wegen der Brille machen lassen. Der Kopfschmerz in den ersten zwei Tagen und die Reaktion hinter meinen Schläfen habe ich ganz gut weggesteckt. Aber seit drei Tagen bin ich wie hypersensibilisiert auf Licht und Kontraste. Meine Augen tränen, die Augenlider sind geschwollen, ich muss ständig die Augen zukneifen und reiben, es geht wie ein Schauer durch meinen Kopf und die Ohren (das Trommelfell?) (auch abends im Dunkeln vor dem Schlafen). Ich muss auch ständig niesen, wie wenn man in die Sonne sieht. Ich halte nur Dämmerungslicht gut aus und nicht zu helles Innenraumlicht. Draußen hilft auch der Sonnenbrillenaufsatz nicht, der zur Brille gehört. Da die Brille so klein ist, dringt das Licht von allen äußeren Seiten an das Auge und blendet mich. Das ging beim Autofahren los, so dass ich dachte, ich schaffe es nicht mehr ohne Unfall nach Hause. Farben und Schriften und Computerbilder sind so stark kontrastriert, dass ein 3 D-Effekt entsteht (wie in so einem 3D-Buch, wo man schielen muss, um das Motiv zu erkennen). Rote Farbe und Schrift auf Weiss oder Schwarz ist fast unerträglich und verstärkt das Augentränen. Weil die Brille nur einen kleinen Teil meines Sehbereiches abdeckt, empfinde ich den übrigen Bereich als sehr störend, da unkorrigiert, z. B. wenn ich nach unten sehe ohne den Kopf mitzunehmen.
Wenn ich nicht genau durch die Mitte der Brille sehe, habe ich besonders beim Blick nach links das Gefühl, unscharf zu sehen. Wenn ich die Brille abnehme, z.B. zum Schlafen, Schminken, Haarewaschen, sehe ich alles doppelt und verschwommen, mir ist schwindlig und ich fange automatisch an, ein Auge zuzukeifen. So liebe Leute, jetzt habe ich mein Herz ausgeschüttet. Was ist denn normal, was gibt sich oder woraufhin sollte ich meinen Optiker ansprechen? Der ist übrigens sehr bemüht, die Untersuchung hat jeweils über eine Stunde gedauert und die zweite Entspiegelung der Brille musste ich auch nicht bezahlen.
Müssen alle "Prismenträger" wirklich so kleine Brillengestelle nehmen oder sollte ich wieder zu einem größeren Rahmen zurückkehren, auch wenn das Gewicht größer ist? Gehen randlose Brillen gar nicht ab einer bestimmten Stärke der Prismengläser? So wurde mir vom Optiker gesagt.
Ich hoffe auf ausführliche Antworten. Vielen Dank schon mal!



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