Hallo Venice,
Silke hat Recht der Test ist in etwa wie ein Sehtest - nur halt viel gründlicher. Man muss aktiv mitarbeiten und mir ging es jedenfalls so, dass ich teileweise gar nicht mehr sagen konnte, ob ich mit einem zusätzlich eingeschobenen Glas in die Untersuchungsbrille nun besser oder schlechter sehe. Aber da ging es auch schon an die Feinabstimmung. Du liest Deine Zahlenreihen und Buchstaben, dann ist da noch so ein Test mit einem Kreuz, wo bei meinem Sehvermögen die Balken mal da waren, mal verschwanden, mal nach vorne kamen, mal nach hinten wanderten.Und noch andere Tests. Ich füllte vorher einen langen Fragebogen (zuhause) aus und die Untersuchung dauerte fast eine Stunde. Resultat Winkelfehlsichtigkeit horizontal und vertikal.
Bis dahin trug ich 5 Jahre lang eine Brille wegen leichter Weitsichtigkeit (+,05 re, +1,0 li) und eines Astigmatismuses. Außerdem habe ich einen leichten Schieler links, was ich früher nicht wusste.
Mit meinen 6 Prismen kam mir die Brille schon recht dick vor (0,5 cm außen). Je nachdem, wo die Prismen liegen, ist die Brille entweder außen oder innen (an der Nase) dicker. Die Augen sehen auch etwas größer aus, tun sie aber eh bei Weitsichtigkeit und Brille. Als ich die Glasdicke monierte, bekam ich dünnere Gläser.
Ich musste mich an die Brille gewöhnen - sah die erste Woche nur Dellen im Boden beim Blick nach unten. Kam mir ein wenig wie angeschwippst vor. Nachher hatte ich das Problem, dass ich, wenn ich die Brille abnahm, nun Beulen sah, vor allem mein Computerbildschirm und die Tastatur erschienen convex gewölbt. Mittlerweile habe ich die Brille ein Jahr (und musste auch bisher nicht nachkorrigiert werden, was häufig der Fall ist), und kann sie eigentlich problemlos auf- und absetzen. Die Anpassung beträgt jeweils nur 1- 2 Minuten. Ohne Brille bekomme ich aber schnell Kopfschmerzen und kann nachts kaum Auto fahren. Und mit Brille sehe ich so genial in 3 D, dass es mich teilweise erschrickt.
Mein Problem mit der Brille Wenn ich rückwärts mit dem Auto rangiere, kann ich kaum gerade fahren, denn ich sehe zumindest mit einem Auge über den Brillenrand. Die Wirkung ist in etwa die, als wenn Du einen Stock schräg ins Wasser tauchst Der erscheint dann geknickt an der Stelle, wo er ins Wasser reicht. Und so sehen bei mir dann die Bordsteinkanten aus, an denen ich mich orientieren möchte. Aber größere Gläser will ich nicht, gefalle mir ganz gut mit Brille.
So, und nun mach Dich nicht verrückt wegen Samstag, lies noch ein wenig hier im Forum oder in den Seiten der IVBV, wenn Du mehr über Winkelfehlsichtigkeit wissen möchtest - und sei einfach nur neugierig auf das was kommt. Es tut ja nicht weh!
Bin gespannt, was Du zu erzählen hast.
Gruß
Kerstin