Hallo,
ich habe eine Frage an die Experten.
Ich bin 34 Jahre alt und trage seit meinem 17ten Lebensjahr eine Brille wegen Kurzsichtigkeit. Anfangs habe ich pro Jahr etwa 1/2 bis 1 dpt mehr gebraucht. Später hat sich die Gläserstärke nur noch langsam verändert. Vor ein paar Tagen habe ich nach langer Zeit wieder eine neue Brille mit folgenden Werten bekommen
R -5,25
L -4,75
Zuvor trug ich 9 Jahre lang diese Werte
R -4,25
L -4,00
Mit der neuen Brille komme ich im Grunde sehr gut zurecht. Ich sehe alles -wie nach jedem Gläserwechsel- gestochen scharf. Was mir allerdings dieses Mal besonders auffällt ist der Verkleinerungseffekt der Gläser. Im Vergleich zu meiner letzten Brille kommt mir meine Umwelt durch die neuen Gläser ein ganzes Stückchen kleiner vor. Ich kenne dieses Phänomen zwar schon schon von früher. Ich habe den Größenunterschied mit neuen Gläsern aber noch nie so ausgeprägt empfunden wie dieses Mal.
Ein Beispiel Einen Tag nachdem ich die neue Brille bekam war ich zum Schuhkauf in einem Laden, in dem die Schuhe nicht nach Größen sondern nach Modellen sortiert sind. Normalerweise greife ich bei soetwas immer zielsicher nach meiner Größe.
Dieses Mal griff ich statt nach Größe 38 nach Größe 41 oder 42 und konnte es kaum glauben, mich so vertan zu haben.
Mir ist bekannt, dass der Verkeinerungseffekt von Minusgläsern durch den Augen-Brillenglas-Abstand bedingt ist und mit zunehmender Gläserstärke größer wird.
Aber wie ist es zu erklären, dass mir dieses Mal der Größenunterschied mit meiner neuen Brille im Vergleich zu Letzten so groß vorkommt?
Kommt der Verkleinerungseffekt erst bei meiner jetztigen Gläserstärke merklich zum Tragen?
Oder hatte ich dieses Phänomen bei meinen früheren Gläserwechseln evtl. auch schon so deutlich, und ich kann mich da nur nicht mehr genau dran erinnern?
Oder ist meine Dioptrienzahl diese Mal evtl. nicht optimal ausgemessen oder die Brille nicht optimal angepasst worden?
Kann mir jemand dieses Phänomen erklären?
Vielen Dank und viele Grüße
Lena