Guten Tag zusammen,
mein Name ist Lutz Gerlach und ich bin ein Informatikstudent der gerade an seiner Diplomarbeit bastelt. Das Thema ist "Simulation visueller Behinderungen" und verflucht umfangreich.
Genauer geht es um eine Untersuchung, ob eine solche Simultion überhaupt möglich ist und ob man allgemeine Modelle für die verschiedenen Beeinträchtigungen des Sehvermögens aufstellen kann. Für einige scheint mir dies möglich zu sein (Hyperopie, Myopie, Farbfehlsichtigkeiten), für andere wiederrum kaum (Gesichtsfeldausfälle zum Bsp.).
Wenn man zum Beispiel die Bildentstehung im Auge komplett als physikalisch-optisches Linsensystem betrachtet, könnte man doch so die Parameter der Abbildung auf der Netzhaut im Krankheitsfall und im gesunden Fall vergleichen bzw. ein Modell zu deren Berechnung aufstellen.
Wenn bei einer Kurzsichtigkeit zum Beispiel ein Original-Punkt auf einen kleinen Kreis auf der Netzhaut abgebildet wird, könnte man doch so bestimmen, wie ein Originalbild verändert werden muss, damit es ungefähr so wirkt wie es ein kurzsichtiger Mensch sehen würde.
Im Fall von Farbsinnstörungen könnte man die Farbwerte des Originalbildes im Computer neu berechnen lassen. Die Intensität von rot zum Bsp. herabsetzen.
Ich hoffe mit diesen Erläuterungen ist das Problem und der Ansatz halbwegs klar geworden.
Mein Hauptanliegen hier ist nun, einfach mal in die Runde zu fragen, ob jemand Gruppen, Leute, Institute oder sonstwas bekannt sind, die sich mit solchen Dingen beschäftigen oder Hinweise hat wie so eine Modellbildung funktionieren könnte, beziehungsweise warum das nicht klappen kann. Literaturhinweise wären auch sehr hilfreich, damit ich mir über die Feiertage erstmal mehr Hintergrundwissen anlesen kann.
Ich bin für alle Anregungen dankbar,
Lutz Gerlach


