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Hallo zusammen,

Seit circa vier Jahren bin ich auf der Suche nach dem Grund, warum ich mit keiner neu angepassten Brille mehr beschwerdefrei und anstrengungsfrei sehen kann.

Organisch und neurologisch ist alles abgeklärt, alles ohne Befund.

Ein kürzlich durchgeführter Prismentest/Stereotest ergab auch keine Auffälligkeiten.

Ich habe sehr gutes 3D Sehen, Visus L: 1,0 Visus R: 0,8

Meine Vermutung ist folgende:

2017 habe ich mir bei meinem Optiker eine neue Brille gekauft. Da der Nasensteg zu breit war, wurde diese Brille im Nachhinein verschmälert d.h. als die Gläser bereits eingesetzt waren. Es war 1mm Verschmälerung.

Zentrierung war lt. Erinnerung folgendermaßen:

Ich habe in ein Gerät geschaut und sollte einmal mit leicht angehobenem Kopf geradeaus blicken

Gemessene PD: 28 / 29 also mit der Verschmälerung habe ich eigentlich 27,5 zu 28,5 getragen. Höhe beide Seiten 22 

1.6 asphärische Std-Gläser (55er Durchmesser)

R: Sph +5,00 Cyl -4,0 14°          L: Sph +4,5 Cyl -4,5 174°

Mit dieser Brille konnte ich sofort gut sehen und habe damit auch 3 Jahre lang keine Probleme gehabt, Anfang 2020 fiel mir dann jedoch auf, dass es zunehmend anstrengender wurde, in die Ferne zu sehen.

Jede seitdem neu angepasste Brille habe ich nicht mehr vertragen. Es war beim Aufsetzen wie ein Schlag ins Gesicht. Meine Augen schmerzen, das Sehen ist extrem fordernd für die Augen, ich fühle mich leicht schummrig, Augen brennen und werden rot, Kopfschmerzen etc.

Hier einmal die Werte einer der neueren Brillen von 2022:

1.6 Norm Mono (60er Durchmesser)

R: Sph +5,25 Cyl -4,0 14°          L: Sph +4,5 Cyl -4,5 173°

PD: 28,4 / 28,4 und Höhe 25,0 / 25,5

Zentrierung lief hier anders ab als 2017, aufgrund des spezielleren Glases (so wurde es mir erklärt)

--> gleiches Brillengestell wie 2017 (Verschmälerung wurde hier auch vorgenommen, allerdings bevor die Gläser eingesetzt wurden, sodass es hier zu keiner Zentrierungsänderung gekommen ist).

 

Was mir als Laie auffällt von der Brille 2017 zu der 2022:

- die gemessenen Pupillendistanzen von 2017 zu 2022 sind unterschiedlich, außerdem 2017 auch R/L jeweils nicht gleich groß

- die Höhenzentrierung ist anders, außerdem 2022 R/L eine Höhenabweichung zwischen den Seiten, die 2017 so nicht gemessen wurde

- Die Glasqualität hat sich geändert (ich glaube auch der Hersteller)

- Der Glasdurchmesser hat sich geändert

- Die Zentrierungsart hat sich geändert

- 2022 habe ich R +0,25 mehr Stärke bekommen, Achse von 2017: 174 auf 2022: 173 -> wirkt für mich aber nicht wie der Auslöser meine Probleme

 

 

Meine Fragen an das Forum:

1) Kann mir jemand sagen, wie hoch die prismatische Wirkung bei nach der Verschmälerung 2017 (0,5mm Pro Glas Richtung Nase) bei meinen Werten ausgefallen ist? Kann sich bei der reinen horizontalen Dezentrierung durch meine Hornhautverkrümmung und Achslage auch ein Höhenprisma ergeben haben? 

2) Sind meine Beobachtungen logisch bzw. kann es durch diese Unterschiede zu meiner Unverträglichkeit kommen?

3) Was könnte sonst noch evtl. ein Grund sein, der mir bisher nicht aufgefallen ist?

Ich freue mich sehr über Anregungen/Meinungen/Lösungsvorschläge oder einfach nur Gedanken dazu.

 

Viele Grüße!