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Guten Abend!

Ich bin eine Frau und im Jahre 1992 geboren,

Meine erste Schieloperation fand im Jahre 1995 am rechten Auge statt (Innenschielen von 40°) mit einem Restschielwinkel von 7° mit Brille. 

Mein Leben lang hatte ich mit schlechtem Gleichgewichtssinn, Hörproblemen, Kieferverspannungen, Schwindel, Verspannungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechter Feinmotorik und Doppelbildern zu kämpfen. 

Im Alter von ca 13 Jahren verschlechterte sich mein Schielwinkel zusehends, bis er im Alter von 18 Jahren laut meines - mich von Geburt an betreuenden Augenarztes - soweit verschlechterte, dass er einer  Op ausdrücklich zustimmte. 

Er überwies mich an die nächste Uniklinik mit entsprechender Abteilung, die sich weigerten mich zu operieren.

Erneut überwies er mich an die nächstgelegene Uniklinik mit entsprechender Strabologieabteilung. Nach 3 Tagen Auge abkleben und erneutem Termin riet man mir trotz Leidensdruck ebenfalls von einer Op ab, bot mir jedoch eine Prismenfolie an, die ich mir in meinem Wohnort mit Rezept besorgen sollte. Dies funktionierte leider nicht, da die Folien so nicht bestellbar waren. 

Sichtlich niederschlagen fand ich mich immer wieder für einige Jahre damit ab, um dann voller Hoffnung erneut vorstellig zu werden.

Im Jahre 2020 stimmte die andere Klinik nach einigen Untersuchungen und ca. 30 minütigen Prismentragen einer Op zu. Diese fand am rechten Auge statt.

Direkt danach war eine massive Überkorrekrur nach Außen gegeben und man stimmte ein - wenn sich dies nicht bessere - mich nach 6 Monaten erneut zu operieren und riet mir zur Geduld. Menschen mit denen ich direkten Augenkontakt hielt, bestätigten mir immer wieder, dass ich zum ersten mal nicht schiele. Vor besagter Op 2020 ging das rechte Auge immer nach innen. Am Morgen nach dem aufstehen war das rechte Auge stets leicht nach Außen, nach einigen Minuten normalisierte sich dies jedoch und ich hatte sogar (ebenfalls durch Untersuchungen bestätigt) die erste Stufe des 3D Sehens! Zum ersten Mal fühlte ich mich wirklich wach und nahm die Welt um mich herum "bewusst" war und nicht verzerrt. Ebenfalls lösten sich nach und nach verschiedenste Muskelverspannungen, zb.: Augen zusammenkneifen, Nacken, Rücken, bis in die Hüft-, Bein-, & Armmuskulatur ausstrahlende Beschwerden & ich hatte das Gefühl zum ersten Mal wirklich klar zu hören. Meine Übelkeit und der Schwindel waren verschwunden, ich hatte keine Kopfschmerzen mehr und fühlte mich insgesamt "gelöster" in meinem gesamten körperlichen Befinden. Durch diese mein Lebenlang vorher bestehenden Dysbalancen und Verspannungen hatte ich nun natürlich andere Verspannungen und Probleme, auf die ich mich leider versteifte (zusammen mit dem latenten!! Außenschielen) und nach 6 Monaten auf eine erneute OP bestand.

Von dieser war man nicht begeistert, da beide Augen wunderbar zusammenarbeiteten, willigte aber schließlich ein, da mein rechtes Auge beim Rechtsblick massiv nach rechts Außen abwanderte und massive Doppelbilder verursachte(lediglich nach sehr weit rechts Außen blickend).

Weder die Ärzte, noch ich waren mit dem nachfolgenden Op-Ergebnis zufrieden, da nun wieder beide Augen nach innen schielten, einige Verspannungen (Augen zusammenkneifen zb) und Doppelbilder sofort wieder gegeben waren. 

Einige Wochen nach dem Kontrolltermin hatte ich dort einen Notfalltermin, da ich fortan wieder an massivsten Doppelbildern und extremen Beschwerden litt und sich der Winkel wieder verschlimmert hatte. Hierbei sagte man mir, man hätte nun wieder den gleichen Winkel wie vor der ersten OP im Jahr 2020,  aber man würde mich nicht erneut operieren, da angeblich die Gefahr für Doppelbilder zu groß wäre. Was für mich mehr als unlogisch war, da vorher lediglich in einer Richtung (nachts rechts Außen blickend) Doppelbilder bestanden und nun wieder konstant. Leider fühlte ich mich von der untersuchenden Orthopistin auch menschlich sehr unwürdig behandelt, da ich mich bei meinen Beschwerden nicht ernst genommen fühlte und man mich abgestempelt hatte, es würde mir um das kosmetische gehen und das sich im Alter angeblich ein Innenschielen sowieso zum Außenschielen entwickeln würde. OBWOHL ja bei den Untersuchungen Doppelbilder etc gegeben waren. Später entschuldigte man sich dann bei mir, das heute alle sehr gestresst wären etc. 

Mittlerweile bin ich nicht mehr arbeitsfähig, da ich permanent müde und ausgelaugt bin, ich dauerhaft unter Schwindel leide und Autofahren kaum mehr möglich ist aufgrund der starken Übelkeit und des schlechten Sehens.

 

Ich bereue die 2. Operation im Jahr 2020 sehr und wünschte, ich hätte noch etwas mehr Geduld gehabt, da ich da zum 1. Die 1. Stufe des 3D Sehens hatte und 2. Soviele körperliche Beschwerden nicht mehr vorhanden waren.

 

Ich lebe in Bayern und würde mich wenn es die Möglichkeit gäbe, dass ich mich insgesamt wieder besser fühle erneut operieren lassen oder spezielle Gläser tragen, da für mich so aktuell keine gute Lebensqualität besteht.

 

Falls mir irgendjemand helfen kann, wäre ich mehr als nur dankbar!!