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Hallo,

mein Sohn hat mit 4 Jahren plötzlich angefangen auf dem linken Auge zu schielen und Doppelbilder zu sehen (das ist nun 1,5 Jahre her). Der Augenarzt hat ihm zunächst eine Brille verordnet, in der Hoffnung, dass es dadurch besser werden würde. Leider war dies nicht der Fall, weshalb wir in der Uniklinik und Sehschule weiterbehandelt wurden. Im Sommer letzten Jahres bekam er eine 15er Prismenfolie um die Doppelbilder loszuwerden. Mit der Folie kam er gut zurecht, Binokularsehen war vorhanden. Im Dezember wurde das linke Auge schließlich operiert. 

Und nun zum eigentlichen "Rätsel":

Nachdem das Auge nun vollständig verheilt ist, können wir kein klares Operationsergebnis erkennen. Soll heißen, die Augen stehen phasenweise richtig gerade und dann mal wieder in Schielstellung. Zurzeit verhält es sich so, dass er jeden Morgen nach dem Aufstehen schielt und meist erst ab Mittag/Nachmittag in eine normale Augenstellung kommt. Die Augen bleiben dann bis zum Zubettgehen gerade.

Wir waren vor ein paar Tagen in der Uniklinik, auch dort war man etwas ratlos über den diffusen Wechsel vom Schielen zum Nicht-Schielen. Uns wurde eine 5er Prismenfolie verschrieben mit der wir es zunächst probieren sollen. Gut möglich dass man das noch steigern müsse. Auf die Prismenfolie warten wir derzeit noch.

Ich frage mich nun, ob es doch noch möglich ist dass die Augenposition von alleine dauerhaft in der guten Stellung bleibt. Irgendwie scheint das Gehirn doch zu "arbeiten" und bekommt es phasenweise hin! Würden wir durch das Tragen der verordneten Prismenfolie in den Prozess eingreifen und das Ergebnis womöglich gefährden? Auf der anderen Seite kann ich meinen Sohn auch nicht den halben Tag mit zugekniffenem Auge oder Doppelbildern rumlaufen lassen.

Vielleicht hat jemand schon ähnliches erlebt. Ich bin für jeden Rat dankbar. 

Liebe Grüße
Susi