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Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

Hi.
Wie einige andere hier auch habe ich seit geraumer Zeit das Problem, dass ich schiele und Doppelbilder sehe.
Ich war jetzt schon einige Male in einer speziellen Augenklinik, die Ärzte dort sind allerdings auch ziemlich ratlos. Gestern war ich erneut dort und die Werte sind leider immer noch stark schwankend und haben sich nicht verbessert. Deshalb muss ich seit gestern wieder einmal eine Prismenfolie tragen und habe strikte Anordnung, meine Brille den ganzen Tag zu tragen, was bisher eher selten der Fall war. Abgesehen davon, dass diese Folie Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auslöst und ich nun komplett das Gefühl habe, sehbehindert zu sein, frage ich mich, ob es zum Prisma und zur OP noch Alternativen gibt?
Ich schiele nach außen, leider sowohl seitlich als auch höhenversetzt, was nach einiger Belastung (Stress, wenig Schlaf etc.) zu Doppelbildern führt. Eine Myasthenie wurde bereits ausgeschlossen. Da ich aber sehr viel am Bildschirm arbeite, ist diese Folie sehr unbequem zurzeit. Sobald ich die Tastatur ansehe, dreht sich mein Magen um, von den Kopfschmerzen und dem Schwindel mal ganz abgesehen. Treppen steigen funktioniert nur, wenn ich unter den Brillengläsern herschaue. Ich denke mal, dass ich mit diesen Symptomen nicht die einzige bin, zumal ich die dieselben Probleme bereits im vergangenen Jahr mit der Folie hatte. Nun muss ich sie aber zehn Wochen tragen, was meine Büroarbeit ziemlich erschwert.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. bereits OPs etc. hinter sich? Ich würde mich freuen, mal mit anderen Betroffenen darüber reden zu können. Spricht man das Thema auf der Arbeit an, wird man nur blöd angeschaut, weil man mir das Schielen ja auch nicht ansieht.

Liebe Grüße, Steffi

Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

Hallo Steffi,

also das mit der Übelkeit muss und darf nicht sein - man sollte sich an die Prismen gewöhnen können, ansonsten sind sie falsch.

Kannst Du ein wenig mehr Info geben? Z. B. die Werte der Augenmessung (übersichtig oder kurzsichtig, Zylinder, Achse, Visus), sowie was an Prismenwert gegeben wurde? Wie groß ist der Schiel:wink:el, welches Auge schielt, wie ist ist um das räumliche Sehen bestellt? Warst du als Kind schon Schieler und wurdest deswegen behandelt (z. B. durch Auge abkleben)? Seit wann hast Du die Probleme mit den DB und sind sie dauerhaft? Wurde geprüft, ob evtl. gar Korrespondenzlosigkeit besteht? Dann bringen auch Prismenfolien nichts.

Wenn keiner das Schielen bei Dir sieht, kann es ja nicht so viel sein, oder aber Du bist ein intermittierender Außenschieler, d. h. Dir rutscht das Auge nur zeitweise weg, und dann hast Du die Doppelbilder.

10 Wochen unverträgliche Prismenfolie tragen bringt gar nichts, denn wenn man dann das operiert, was dem Wert dieser Folie entspricht, dann gute Nacht....

Viele Grüße
Kerstin

Egal was du tust, tu es mit Leidenschaft und Hingabe!

Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

Hallo Steffi,

Kerstin hat wichtige Detailfragen gestellt.
Ansonsten sind Aussagen sehr schwer!

Ich hoffe das sich noch ein betroffener zum Austausch meldet!

liebe Grüße
Georg

Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

Oje, sind das viele Fragen;). Aber ich werds mal versuchen.
Also, das mit der Übelkeit ist normal bei der Prismenfolie. Das hatte ich im vergangenen Jahr auch schon und hätte ich die Brille inklusive Folie damals wirklich den ganzen Tag getragen, dann hätte sich mein Gehirn da vielleicht auch mal dran gewöhnt, aber ich denke, es wird mit der Zeit schon besser werden. Im letzten Jahr hatte ich nen 20er-Prisma, dieses Mal probieren sie es mit einem 15er. Ob es was bringt, wird vermutlich die Zeit zeigen, denn die bisherigen Tests haben alle nur gezeigt, dass es kein Prisma gibt, mit dem ich nicht doppelt sehe. Allerdings waren die Tests ja eher kurzfristig, sprich sie haben mir das Glas vors Auge gehalten,dann noch eins und noch eins etc. Ich sehe durchs Prisma eigentlich eher erst recht doppelt, aber nunja, ich glaube wirklich, ich muss mich einfach dran gewöhnen statt rumzujammern;) .

Des Weiteren bin ich kurzsichtig (-2 rechts, -1,25 links) und habe seit fast neun Jahren eine Brille. Tja und bei den restlichen Werten keine Ahnung. Die haben mir so viel erzählt in den letzten eineinhalb Jahren, dass ich da nicht mehr durchblicke. Ich schiele meines Wissens auf beiden Augen und das vermutlich auch schon länger. Aber mein früherer Augenarzt hat mir am Anfang meiner Brillenzeit immer nur gesagt, ich solle mir einen Finger vor die Nase halten und drauf gucken und das dann ab und an mal tun, eben weil meine Augen dazu neigten nach außen zu gehen.
Räumliches Sehen ist sone Sache. Ich konnte noch nie diese 3D-Bilder erkennen, wo man so lange draufschauen und dann irgendwelche Figuren oder dergleichen erkennen soll.
Schiel:wink:el und dergleichen konnte man bisher nicht präzise festlegen, eben weil die Werte allein während einer Untersuchung schon immer sehr geschwankt haben. Und ohne genaue Werte kann ja auch nicht operiert werden. Das Auge wurde auch schon abgeklebt, brachte aber keinen Erfolg, eher im Gegenteil.
Alle anderen möglichen Ursachen für die Augenprobleme wurden auch schon abgeklärt. Das heißt die Ärzte gehen nun davon aus, dass die Doppelbilder tatsächlich vom Schielen kommen. Die meiste Zeit schaffe ich es anscheinend die Sehprobleme zu kompensieren, aber irgendwann werden meine Augen müde oder ich bin gestresst und dann gelingt mir das eben nicht mehr. So oder ähnlich hieß es im letzten Jahr.
Das mit dem intermittierenden Außenschielen kann sein, ich bin mir aber nicht sicher. Aufgetreten sind die Beschwerden ungefähr im Oktober 2006. Ich dachte erst, mir würden die Augen nur zufallen und ich würde beim Lesen immer verrutschen, weil ich wenig geschlafen hatte. Als die Probleme aber auch noch mit mehr Schlaf da waren, bin ich zum Arzt und von dort wurde ich sofort zu einer Augenklinik geschickt. Die Sehschwierigkeiten sind nicht 24 Stunden am Tag da, sondern treten eher immer Sutuationsbedingt auf. Je mehr Stress oder je weniger Schlaf, desto schlimmer ist es bzw. nach langen Anstrengungen wie acht Stunden täglicher Bildschirmarbeit wird es natürlich auch nicht besser.

Wie sieht es bei euch so aus? Habt ihr schon lange diese Probleme und was wurde euch empfohlen?
Würde mich sehr über eure Antworten freuen und danke für eure bisherigen).

LG Steffi

Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

melody schrieb
Zitat:denn die bisherigen Tests haben alle nur gezeigt, dass es kein Prisma gibt, mit dem ich nicht doppelt sehe. Allerdings waren die Tests ja eher kurzfristig, sprich sie haben mir das Glas vors Auge gehalten,dann noch eins und noch eins etc. Ich sehe durchs Prisma eigentlich eher erst recht doppelt, aber nunja, ich glaube wirklich, ich muss mich einfach dran gewöhnen statt rumzujammern;) .

i

Ist das alles, was sie an binikularen Sehtests durchgeführt haben? Einfach nur Prismen vorgehalten?!?! Und dann siehst Du erst recht doppelt?! Prisma vielleicht mit falscher Basis oder zuviel...? Siehst Du denn damit in die andere Richtung doppelt? Ich denke, du solltest dringend mal noch eine andere Augenklinkik aufsuchen oder einen kompetenten Strabologen. Aus welcher Ecke der Replublik kommst Du denn? Vielleicht habe ich ja einen Tipp für Dich.

Wobei kurzsichtig und Außenschieler ist im Grunde noch das kleinere Übel - die übersichtigen Außenschieler haben in der Regel so richtig Probleme mit den Prismen. Hat man es mal versucht, Dir etwas mehr Minus in die Brille zu geben?

Viele Grüße
Kerstin

Egal was du tust, tu es mit Leidenschaft und Hingabe!

Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

In die andere Richtung doppelt? Wie genau meinst du das jetzt?
Also, wenn sich jemand Normales meine Brille mit der Folie aufsetzt, dann sieht derjenige doppelt;). Als sie mir gestern mit den Prismen vor den Augen rumgefuchtelt haben, habe ich nicht mehr doppelt gesehen als sonst, aber die Bilder sind schneller doppelt erschienen als es sonst meistens der Fall war.
Was hätten sie denn für andere Tests machen sollen? Neben den ganzen neurologischen Tests, die ja zum Teil auch woanders gemacht wurden, haben sie auf jeden Fall Gesichtsfelduntersuchungen gemacht, diesen komischen Verband, wo ich wochenlang nur mit einem Auge sehen durfte (ein Auge abgeklebt), zig Tests, wo ich mich immer auf einen Lichtpunkt konzentrieren und dann sagen musste, wo sich der Punkt grad befindet bzw. wo sie dann gesehen haben, was meine Augen machen, sobald das eine abgedeckt ist und die Seiten dann gewechselt werden und und und. Ich weiß gar nicht, was sie da sonst noch alles gemacht haben. Die haben mir Zeug gespritzt und dann nochmal getestet, dadurch konnte dann eine generelle Muskelschwächeerkrankung bzw. die der Augen endgültig ausgeschlossen werden.
Ich habe die Unterlagen leider gerade nicht hier, sonst könnte ich nochmal nachschauen, was genau alles gemacht wurde und wie die Diagnosen letztendlich alle hießen. Aber wie gesagt, die Ärzte waren im letzten Jahr ratlos, in diesem Jahr wieder. Da ich demnächst wohl wieder umziehen werde, werde ich dann vermutlich auch woanders behandelt werden. Bislang wurde ich im niedersächsischen Raum behandelt, da ich für den Ausschluss der Muskelschwäche eine Klinik brauchte, die sowohl eine Augen- als auch eine neurologische Klinik hat. Ich denke aber, dass ich mir dann als nächstes eine in NRW suchen muss/werde. Hast du da irgendwelche Tipps/Erfahrungswerte? Münster und Köln passten da glaube ich noch und würden von der Entfernung her auch ganz gut passen (komme gebürtig aus Paderborn).

Prismenfolie und OP bei Schielen und Doppelbildern

melody schrieb Zitat:In Ich habe die Unterlagen leider gerade nicht hier, sonst könnte ich nochmal nachschauen, was genau alles gemacht wurde und wie die Diagnosen letztendlich alle hießen.

Das wäre gut, wenn wir wüßten was da nun genau vorliegt.

In allen Grenzen ist auch etwas Positives.

 

Immanuel Kant