Fragen zur Schiel OP bei Erwachsenen

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nico's Bild
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Beigetreten: 30.03.2005

Frage an die Experten zur Schiel OP.

Ich habe ein angeborenes Einwärzschielen und kurzsichtig (L-11/R-15). Der Schielwinkel betrug ursprünglich ca. 40 Grad. Nach mehreren Siehlop`s in den Jahren 1973 und 1978 betrug der Schielwinkel 3 Grad der sich dann bei 22 Grad stabilisiert hatt.

Hier Die Diagnose LA Strabismus convergens mit Amblyopie, R/L
Esotropie des Auges um 22 Grad.
Da mich das Schielen sehr belastet möchte ich es aus Kosmetischen Gründen operieren lassen.

Ist mit 37 Jahren eine Spiel OP noch sinvoll oder sollte mann es bleiben lassen?
Wie kann man im Vorfeld abklären ob nach der OP Doppelbilder auftreten ?
Welches Restrisiko besteht das der Schielwinkel wieder zumimt ?

Vielen dank im vorraus.

Linus's Bild
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Beigetreten: 19.06.2004

Hallo Nico
1. Ob eine erneute OP möglich ist, ist sehr abhängig davon, wieviel und an welchen Muskeln schon operiert wurde.
2. Wie der Erfolg einer OP sein wird ist abhängig von vielen Punkten u.A ob und welche Zusammenarbeit der Augen besteht; wie gut (bzw. wie schlecht) das Sehvermögen des einzelnen Auges ist wird; davon hängt auch ab, ob bleibende Doppelbilder zu erwarten sind.
Also, am Besten bei einer renommierten Uniklinik mit der Frage der Schiel-OP vorstellen!
Grüße
L.

Paul-Gerhard Mosch's Bild
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Beigetreten: 25.07.2002

Hallo Nico,

Du schreibst von mehreren Ops´im Alter von ca. 5, sowie mit 10 Jahren. Anfangs 40° Schiel:wink:el(welche Richtung) sind jetzt einem offenbar gewordenen Restfehler von 22° gewichen. Wie wurden die Eingriffe und mit welchem Resultat vorgenommen? Es gibt eine Menge offene Fragen.


Ich möchte zu bedenken geben, dass Schielstellungen auch durch nicht ideal korrigierte Höhenabweichungen, quasi als Pseudofehler sich ausweiten können und so völlig falsche Winkel verfestigen, obwohl ein Restfehler in nur noch geringem Wert besteht. Gerade bei Amblyopien kann dies leider durch dezentrale Fixierung(en) noch verstärkt werden.

Meine Frage wäre deshalb erst einmal, welche Fachleute wurden hier inzwischen zur Beurteilung hinzugezogen, und (bestanden) bestehen Rückgriffsmöglichkeiten auf die Unterlagen der alten ausgeführten Eingriffe. Weiter, wie gestaltete sich das jeweilige Ergebnis bzw. der damalige Erfolg der Massnahmen?

Erst darauf abgestimmt und evtl. aufbauend kann ein gezieltes weiteres Vorgehen in der Sache überlegt werden.

Insofern hat Linus recht, Dir zu schreiben dass sehr viele Fragen noch völlig offen sind. Aber ein bloßer Verweis auf Uni-Augenkliniken greift mir zu kurz, falls diese öfters mitbeteiligt waren.

nico's Bild
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Beigetreten: 30.03.2005

Hallo Paul-Gerhard und Linus,

diese Angaben habe ich aus dem damaligen Befund
Einen Auszug mit mehr deteils zu den OP`s habe ich auf meiner Webseit abgelegt.
http://www.satmedia-communication.net/befund_1.jpg http://www.satmedia-communication.net/befund_2.jpg

Mir ist klar das man von der Ferne keine Diagnose erstellen kann. Vieleicht ist eine Einschäzung möglich inwiefern sich eine Verkleinerung des Schiel:wink:els nach einer erneuten OP möglich ist.

Schönnes Wochenende.

Paul-Gerhard Mosch's Bild
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Beigetreten: 25.07.2002

Hallo nico,

bitte habe Verständnis dafür, das jede Aussage, die wir hier in Deinem speziellen Fall treffen würden immer diagnostischen Hintergrund hat. Die steht einem Augenoptiker perse nicht zu, aber auch ein medizinischer Berufsstand kann nur aufgrund direkter Untersuchungen eine Beurteilung abgeben, Alte Berichte geben Ihm nur Vorinformationen, ahnlich der Anamnese, die sicher in seine erneute Beurteilung mit einfliesen. Nur direkt wirst Du weitere Kenntnis erhalten können. Ich denke, dass auch Linus als Orthoptistin hier keine weiteren Aussagen tun wird.

nico's Bild
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Beigetreten: 30.03.2005

Danke für deine Antwort. Ich habe übermorgen einen Termin bei einer Sehschule.

Gruss
nico

Paul-Gerhard Mosch's Bild
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Beigetreten: 25.07.2002

Davon darfst Du uns gerne wieder berichten! Ich hoffe, Du hast Dir die erst-"beste" Adresse ausgesucht. Übrigens, kannst Du auch Dr. med. Uwe Wulff in dieser Problematik um seine Beurteilung angehen.

nico's Bild
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Beigetreten: 30.03.2005

war heute bei der Sehschule. OP ist möglich. Erfolgsausichten gut. OP sollte im Juni stattfinden, da ich aber unter Heuschnupfen leide (Augenbrennen usw.) wurde sie auf September verschoben. In dieser Augenklinik wirds gemacht http://www.kliniken-es.de/new/p/med/med_fr.htm
Hatt der Herr Dr. Wulff eine Homepage un sich mal zu informieren? Und was ist an dieser ich glaube MKH methode besser als die klaschische?

Gruss
Nico

Paul-Gerhard Mosch's Bild
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Beigetreten: 25.07.2002

Die Homepage von Dr. med. Wulff ist :elfehlsichtigkeit.de" target="_blank">www.Wink:elfehlsichtigkeit.de

Über MKH kannst Du Dich dort ausführlich informieren. Zur MKH gehört zwingend eine beidäugig simultane Sehverarbeitung. Diese wäre beim Schieler blockiert.

Insofern kann "Schielen" nur kosmethisch (teilweise ohne Langzeiteffekt) operiert werden, während nach MKH schon Brillenkorrektionen eine gestörte, aber funktionierende Zusammenarbeit in der Bildverarbeitung beider Augen stabilisiert. Die OP beseitigt hier nur die vorab getragenen Brillenglaskeile.

Der Eingriff ist im wesentlichen gleich, wobei aufgrund besserer Funktion in der Bildverarbeitung eine Korrektur (OP) nach MKH immer sensibler gehandhabt werden muss. Bei Schiel-Ops´ werden oft auch simpler auszuführende OP-Verfahren genutzt. In Deinem Fall ist aber die Durchführung der vorherigen Ops´ einzubinden und zu beachten.

Jedenfalls viel Erfolg!

nico's Bild
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Beigetreten: 30.03.2005

Wenn du das Stereosehen meinst, ich habe das als "Schieler" sowiso nicht. Mir geht es auch nur um das kosmetische. Auf die Frage ob sich das wieder zurückbildet, sagte er mir eher nicht da die Muskel von den vorherigen OPs verkürzt sind. Aber eine 100% Garantie konnte er nicht geben.

Danke nochmal.
Ich werde nach der OP ende September hier berichten.

Gruss
Nico