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Bild des Benutzers Chica1
Beigetreten: 21. November 2010 - 9:31
Wie kann man selbst feststellen, ob die implantierte monofokale Linse gekippt/verrutscht ist?

Guten Tag,

 

1. Frage: Gibt es eine Möglichkeit, wie ich selbst (z.B. via Internet), feststellen kann, ob die IOL gekippt oder verrutscht ist.

 

Der Verdacht liegt nahe, da ich am 6. Tag (nach dem Aufstehen) plötzlich sehr viel schlechter, (fast wie vor der OP),

sehen konnte. Eine Entzündung war zu keiner Zeit im Auge. Seit dem 6. Tag starkes Kratzen, immer an derselben

Stelle, und das Oberlid ging im äußeren Bereich nicht ganz auf, das Auge sah wässrig aus. Laut AA, ich wäre erst

operiert worden (war 13 Tage zuvor) und das sei normal. Hatte das aber die ersten 5 Tage nicht. Ich ging als

Notfallpatient in die Klinik, bekam Voltaren-Tropfen 4 x tgl.. Innerhalb eines Tages war das Auge nun ganz offen

und auch nicht mehr wässrig. Das Kratzen (wie bei harten Contaktlinsen) ist immer noch an der einen Stelle und

ich tropfe zZt. noch 4 x tgl. Voltaren-Tropfen, bis sie alle sind. Der AA drückt sich vorsichtig aus, es kann sein,

daß die IOL etwas gekippt ist, aber man könnte es durch entsprechendes Glas ausgleichen.

Ich benötige wieder eine Brille um meine Brille zu finden. Konnte ich nach der OP im TV die Gesichter in 3 m

Entfernung klar und deutlich sehen, so muß ich nun 50 cm davor sein. Das Gleiche gilt für die Ferne und die

Nähe (lesen). Vor der OP konnte ich - ohne Brille - sehr gut das Kleinstgedruckte lesen.

 

Eine Laserkorrektur (keine Brille mehr) ist mir dadurch für alle Zeit verwehrt, sofern die IOL tatsächlich nicht

korrekt sitzt oder ?

 

Den Leiter der Klinik habe ich vor gut 1 Woche per E-Mail kontaktiert und mein Problem geschildert, bis heute keine

Nachricht.

 

Bevor die Angelegenheit nicht geklärt ist, werde ich mir keine neue Brille fertigen lassen, da ich ganz gut mit dem

alten Glas zurecht komme.

 

2. Frage:  Welche Möglichkeiten stehen mir noch zur Verfügung?

 

Mittlerweile bin ich total verzweifelt und kann mich auf nichts Anderes mehr konzentrieren.

Für Ratschläge bedanke ich mich recht herzlich im Voraus.

Liebe Grüße

Chica1

 

 

 

 

Bild des Benutzers AgnesMaria
Beigetreten: 31. März 2006 - 0:00

Liebe Chica,

Sie haben einige Tage nach der OP eine Entzündung im Auge gehabt. Das kann mit der OP zu tun haben. Voltaren (Diclofenac) hat ja geholfen. Das Kratzen hat sicher auch damit zu tun. Jede OP bringt Schwellungen mit sich und ist die Eintrittspforten für pathogene Mikroben.

Sie können nicht selber beurteilen ob ihre IOL verkippt ist oder nicht. Da müssen sie ihrem Augenarzt vertrauen.

Auch wenn Sie sich lasern wollen brauchen sie weiterhin eine Brille zum Lesen, denn die IOL hat keine Akkommodationswirkung.

Zur Brillenbestimmung warten sie gut 6 Wochen. Erst danach, wenn alle Schwellungen zurückgebildet sind, kann man sagen was an Ametropiefehler noch vorhanden ist.   

In allen Grenzen ist auch etwas Positives.

 

Immanuel Kant

Bild des Benutzers Chica1
Beigetreten: 21. November 2010 - 9:31

Hallo Herr Kant,

herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Das mit der Entzündung wäre das Naheliegendste, aber dem kann ich aus folgendem Grunde nichts abgewinnen:

Die OP ist übermorgen 6 Wochen her und das Kratzen an der einen Stelle ist mit Votaren AT sowie ohne Voltaren AT, immer noch. Im Gegenteil,

mittlerweile ist nach dem Tropfen das Kratzen so stark, als wenn ich soeben harte Contaktlinsen eingesetzt hätte, was bis zum nächsten Tropfen (bis auf den unangenehmen Dauerzustand) zurück geht  Gestern konnte ich nur morgens und abends tropfen, da ich tagsüber weg war und die Tropfen nicht dabei hatte. Ging ich zuvor davon aus, daß das evtl. nur Einbildung ist, so war ich nun sicher, daß das Fakt ist. Von einer Entzündung im Auge hat weder der Augenarzt noch die Klinik gesprochen, lediglich von einer Reizung der Hornhaut.

 

Sicherlich ist eine Ferndiagnose immer sehr schwer, und ich möchte mich auch hier nochmals bedanken. 

Ich schildere nun mal, wie ich am 6. Tag nach der OP aufwachte, und ich deshalb vermute, daß die IOL nicht mehr richtig sitzt und mir diese Probleme bereitet.

Normalerweise schlafe ich auf der (operierten) Seite, was ich tunlichst vermied. Am 6. Tag wachte ich allerdings in dieser Position wieder auf, Kopf auf angewinkeltem Arm, Wange nach oben geschoben und operiertes Auge gequetscht. Daß dies über einen längeren Zeitraum passierte, konnte ich dadurch erkennen, daß der Abdruck der Plastikaugenklappe fast den ganzen Tag in der Wange verblieb.

 

Meine Krankenkasse werde ich von den Problemen, nach der Katarakt-OP, berichten. Es ist auf Dauer nicht zumutbar, mit diesem Kratzen/Fremdkörpergefühl im Auge zu leben.

Ehrlich, wenn ich die IOL selbst heraus nehmen könnte, würde ich es tun, so sehr stört dieses Dauerkratzen. 

 

Eine Laser-OP ist für mich für alle Zeit nun ausgeschlossen. Es sei denn, die Klinik erklärt sich bereit entsprechende Untersuchungen zu machen. Ich fühle mich von der Klinik alleine gelassen, was ja nicht sein sollte.

Falls die Klinik mich weiterhin im Stich läßt, sehe nur noch die Möglichkeit zur Herausnahme der IOL und Einsetzen der anderen Linse (Mehrstärkenlinse, Hornhautverkrümmung), was ich ja nicht wollte, da zu viel Negatives darüber berichtet wird. Ansonsten bleibe ich für immer so stark sehbehindert, daß ich eine Brille benötige um meine Brille zu finden, dank der Ignoranz der Klinik. Eine andere Alternative wäre Rechtsbeistand, was ich noch offen lasse.

Leider habe ich auch noch ein Glaukom in diesem Auge. Die Katarakt-OP und der postoperative Verlauf waren komplikationsfrei. Postoperativer Befund: Tensio: 15 mmHg. Feststellung des Glaukoms auch in dieser Klinik. Nach Katarakt-OP Inflanefran forte AT 2 stündlich die ersten beiden Tage, danach 3 x tgl. Im Beipackzettel steht, daß man diese Tropfen bei Eng- und Weitwinkelglaukom nicht anwenden darf. Da ich nicht wußte welches Glaukom ich habe, rief ich, zu Hause angekommen, die Klinik deswegen an. Die Ärzte waren schon weg und ich sollte die Tropfen ruhig nehmen, da das ja in meiner Karte enthalten ist, und der Arzt darüber Bescheid weiß. Das könnte meine starke Sehverschlechterung beantworten, aber keinesfalls das Kratzen und immer nur an ein und derselben Stelle (nicht von trockenen Augen).

Mit freundlichen Grüßen

Chica1

Bild des Benutzers AgnesMaria
Beigetreten: 31. März 2006 - 0:00

Liebe Chica,

 

Bei Ihren Problemen kann ich nur auf den behandelnden Augenarzt verweisen. Ich kann aus der Ferne hier nicht weiterhelfen.

Inflanefran bekommt man nach solcher OP weil es antientzündlich und antiallergisch wirkt. Bei 15 mm/Hg wird es sicher  keinen Glaukom-Anfall verursachen. Sie tropfen berstimmt auch Augentropfen dagegen.

Das beständige Kratzen hat wahrscheinlich nichts  mit der implantiertte IOL zu tun. Das Kratzen kann wirklich auf auf eine Hornhautläsion oder wegen trockenem Auge sein. Haben Sie auch Augensalbe verordnet bekommen? Inflanefran verursacht als Nebenwirkung Schleiersehen. Möglich, dass das Sie so stört.

Aber wie gesagt, es ist von meiner Seite nur ein raten.

Gehen Sie doch nächste Woche noch einmal bei ihrem Augenarzt vorbei und lassen Sie abklären, woher dieses starke Fremdkörpergefühl kommt.

 

LG

A.M.

(P.s. Immanuell Kant ist einer der gößten deutschen Philosophen. Sein Hauptwerk ist  "Kritik der reinen Vernunft". ) Wink

In allen Grenzen ist auch etwas Positives.

 

Immanuel Kant