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Bild des Benutzers Kroki
Beigetreten: 11. Februar 2016 - 7:12
Starke Fernbrille mit leichter Leseunterstützung - Preiswerte Lösung mit Selbsttönung für Strandurlaub?

Hallo,

bin Laie und ganz neu in diesem Forum.

Bis vor kurzem kam ich bei meiner stärker werdenden Kurzsichtigkeit mit Astigmatismus mit einer ganz normalen Einstärkenbrille gut zurecht. Leider habe ich inzwischen die 40 überschritten, und es kommen die ersten Anzeichen einer beginnenden Altersweitsichtigkeit hinzu.

Da ich ganztags am Bildschirm arbeite, empfahl mir der Optiker meines Vertrauens diesmal folgende Gläser (ohne Tönung), mit denen ich nach einem schwierigen Eingewöhnungs-Wochenende gut zurechtkomme:

Rodenstock Excellence
Multigressiv Mono Plus 2 P0.5 1.74
Solitaire Protect Plus 2
rechtes Auge: Sph.: -5,50 Zyl.: -1,75 Ach.: 96°
linkes Auge: Sph.: -7,50 Zyl.: -2,00 Ach.: 67°

Nun habe ich für das Frühjahr einen Strandurlaub im Süden gebucht, für den ich unbedingt getönte Sonnenschutzgläser brauche. Da meine vorherige Brille beim Strandurlaub sehr gelitten hatte (ein Brillenglas stark zerkratzt, ein Metallteil, das am Scharnier-Ende des Bügels aufgesteckt war, herausgefallen), möchte ich die teure neue Brille am liebsten zu Hause lassen und mir für den Urlaub eine möglichst preiswerte Zweitbrille zulegen, die allerdings selbsttönend sein müsste, weil ich natürlich auch abends im Dunkeln etwas sehen möchte.

Ist es erfolgversprechend, eine vorhandenen Brillenfassung, die noch in Ordnung ist, zu diesem Zweck online über Topglas oder Eyeglass24 neu verglasen zu lassen? Meine Ansprüche an die Qualität (Dicke und Gewicht der Gläser, Fernsicht) wären nicht so hoch, aber ich würde gerne ohne Kopfschmerzen auf mittlere Distanzen sehen und im Nahbereich lesen können. Wegen des Zerkratzens durch Sandkörner hatte ich auch schon überlegt, ob mineralische Gläser in diesem Fall nicht vielleicht die bessere Wahl wären. (Werden die überhaupt noch angeboten?)

Über eine Einschätzung der Fachleute würde ich mich freuen.

Herzlichen Dank

Kroki

Bild des Benutzers Marion13
Beigetreten: 21. Januar 2011 - 10:25

Hallo Kroki,

auch wenn ich mich nicht zu den Fachleuten zähle - hier die Einschätzung eines fachlich interessierten Laien:

Du kannst eine vorhandene Brillenfassung auch bei einem Optiker vor Ort neu verglasen lassen, das Einschleifen kostet nicht die Welt und auch die Optiker vor Ort verkaufen meistens nicht nur Markengläser, sondern auf Wunsch auch Billiggläser.

Bei deinen Werten ist das korrekte Ermitteln und Umsetzen der Zentrierdaten sehr wichtig - das kann kein Onliner!

Du hast zum einen nicht ganz niedrige Minuswerte, zum zweiten eine nicht unbeträchtliche Anisometropie und dann noch einen Astigmatismus in unterschiedlichen Varianten, rechts inversus, links obliquus. (die Fachleute mögen mich gern korrigieren, falls es nicht stimmt). Ob du mit der Brille des Onliners zurechtkommen wirst, wäre also ein reines Glücksspiel.

Mineralische Gläser gibt es noch, aber nicht in so großer Auswahl wie Kunststoffgläser.

Ansonsten möchte ich den Ratschlägen der Fachleute nicht vorgreifen.

Viel Glück bei deiner Entscheidung!

Marion

Bild des Benutzers Löwenzahn
Beigetreten: 28. April 2011 - 10:20

Hallo Kroki,

ich schließe mich Marion an. Aber habe noch einen Tipp. Viele Optiker haben für Zusatzbrillen ein besonderes Angebot, wie z.B. bei der 2. Brille bezahlt man nur 1 Glas, oder auch 4 für 3 genannt. Sprich doch deinen Optikus darauf an, vielleicht hat er ein passendes Angebot für dich. Du solltest ihm auch die Situation schildern, da wird er sicherlich auch das passende für dich haben.

Bild des Benutzers Kroki
Beigetreten: 11. Februar 2016 - 7:12

Hallo Marion, hallo Löwenzahn,

danke für eure schnelle Einschätzung. Irgendwie hatte ich das schon befürchtet. *seufz*
Billige Brillen gibt's doch immer nur für Leute mit 08/15-Sehfehlern.
Ich brauchte lange Zeit jährlich neue Gläser, weil die Kurzsichtigkeit immer stärker wurde.
In den Dreißigern konnte ich dann endlich mal eine Brillenstärke mehrere Jahre lang tragen.
Das scheint nun aber leider schon wieder vorbei zu sein.

Folgende Fragen hätte ich im Moment noch:
- Eine Brille mit selbsttönenden Gläsern hatte ich noch nie, sondern für den Aufenthalt im Süden jeweils eine Sonnenschutzbrille mit getönten Gläsern in derselben Stärke wie meine normale Brille.
Reicht denn die Selbsttönung vom Tönungsgrad her gegen das helle Sonnenlicht, das sich im Meer reflektiert, aus? Wie lange brauchen die selbsttönenden Gläser von der hellsten bis zur dunkelsten Tönung, und welchen Effekt hat die Temperatur?

- Die zweite Frage hat mit der Zweit-/Sonnenbrille nichts zu tun, sondern stellt sich mir ganz generell:
Die Optikerin meinte schon bei meiner letzten Fernbrille, die noch etwas schwächer war als die jetzige, ich sollte mit der gut auskorrigierten Fernbrille nicht den ganzen Tag an meinem Bildschirmarbeitsplatz sitzen. Dies habe ich dann dennoch getan, weil ich ohne Brille auch auf kürzere Entfernungen nicht scharf sehe und der Wechsel auf eine Vorgängerbrille mit etwas schwächeren Gläsern bei mir stets Kopfschmerzen verursacht.
Wieder auf dieses Thema angesprochen, empfahl sie mir nun die oben erwähnten Fernbrillengläser mit leichter Leseunterstützung, obwohl ich mit der relativ starken Fernbrille auch im Nahbereich noch alles gut lesen konnte.
Generell habe ich schon als Kind immer viel gelesen. Sie meinte dann, je mehr sich die Augen in der Nähe beim Lesen anstrengen müssten, desto stärker würde die Kurzsichtigkeit auf die Ferne werden. Diesen Zusammenhang habe ich - ehrlich gesagt - nicht wirklich verstanden. Da ich ohne Brille praktisch nichts sehe, trage ich sie ständig.
Nun befürchte ich, dass ich mit langsam stärker werdender Altersweitsichtigkeit irgendwann weder in der Ferne noch in der Nähe noch etwas scharf sehen können werde. Dann wäre da noch der Bildschirmarbeitsplatz... - Wie viele verschiedene Gläserstärken für verschiedene Entfernungen kann man denn in eine Gleitsichtbrille einschleifen?

Für meine Unwissenheit auf diesem Gebiet entschuldige ich mich schon mal. Bisher war ich immer stolz darauf, dass ich wusste, wie meine Fernbrille funktioniert. Nun fühle ich mich ziemlich ahnungslos...

Herzlichen Dank für eure Geduld.

Kroki

Bild des Benutzers Löwenzahn
Beigetreten: 28. April 2011 - 10:20


Folgende Fragen hätte ich im Moment noch:
- Eine Brille mit selbsttönenden Gläsern hatte ich noch nie, sondern für den Aufenthalt im Süden jeweils eine Sonnenschutzbrille mit getönten Gläsern in derselben Stärke wie meine normale Brille.
Reicht denn die Selbsttönung vom Tönungsgrad her gegen das helle Sonnenlicht, das sich im Meer reflektiert, aus? Wie lange brauchen die selbsttönenden Gläser von der hellsten bis zur dunkelsten Tönung, und welchen Effekt hat die Temperatur?

Ob dir die Tönung ausreicht musst du entscheiden, eine reine Sonnenbrille ist aber meist dunkler, wenn dich die Reflektionen vom Wasser stören, dann solltest du polarisierende Gläser nehmen. Die selbsttönenden Gläser sind immer noch etwas temperaturabhängig, d.h. wenn es wärmer ist dann dauert es etwas länger und die Gläs werden nicht ganz so dunkel. Der Idealfall ist Winter in den Bergen. 70% der endgültigen Tönung hast du schon nach 15-20 Sekunden der Rest dauert dann noch ca. 1 Minute. Das Aufhellen dau

rt etwas länger.


Generell habe ich schon als Kind immer viel gelesen. Sie meinte dann, je mehr sich die Augen in der Nähe beim Lesen anstrengen müssten, desto stärker würde die Kurzsichtigkeit auf die Ferne werden. Diesen Zusammenhang habe ich - ehrlich gesagt - nicht wirklich verstanden. Da ich ohne Brille praktisch nichts sehe, trage ich sie ständig.
Nun befürchte ich, dass ich mit langsam stärker werdender Altersweitsichtigkeit irgendwann weder in der Ferne noch in der Nähe noch etwas scharf sehen können werde. Dann wäre da noch der Bildschirmarbeitsplatz... - Wie viele verschiedene Gläserstärken für verschiedene Entfernungen kann man denn in eine Gleitsichtbrille einschleifen?

Diese Gläser sind stufenlos, wenn man aber in 0,25 dpt Stufen rechnet, dann musst du die Addition durch 0,25 teilen und schon hast das Ergebnis.

Bild des Benutzers Kroki
Beigetreten: 11. Februar 2016 - 7:12

Hallo zusammen,

heute war ich endlich bei meinem Standard-Optiker um mich wegen des Sonnenschutzes für den Strandurlaub beraten zu lassen.

Angeboten wurden

- eine (natürlich schrecklich große) Sport-Sonnenbrille zum Überziehen über die Korrektionsbrille für 39,- €,

- selbsttönende Rodenstock ColorMatic IQ-Brillengläser (Brechungsindex 1.67) zum Preis von 560,- bis 580,- € pro Stück,

- getönte Rodenstock Sonnenschutzgläser (Brechungsindex 1.74) zum Preis von ca. 365,- pro Glas.

Meine Frage nach preiswerteren Kunststoffgläsern mit geringerem Brechungsindex und nach mineralischen Gläsern wurde eher abfällig beantwortet. Ein "4 für 3"-Angebot wurde nicht gemacht; ich werde beim nächsten Mal gezielt danach fragen.

Nun werde ich noch einmal in mich gehen und darüber nachdenken, wieviel Geld ich für wieviel Komfort ausgeben möchte...

Danke für Eure Antworten.

Sollte jemand noch einen praktikablen Tipp zum Thema "Sonnenschutzgläser" haben, würde ich mich freuen.

Herzliche Grüße

Kroki

Bild des Benutzers Marion13
Beigetreten: 21. Januar 2011 - 10:25

Hallo Kroki,

was die Überzieh-Sonnenbrille angeht: Optiker, die diese Variante nur selten verkaufen, haben oft nur ein oder zwei Stück davon im Laden und möchten natürlich diese verkaufen, sagen einem also nicht unbedingt, dass es sie in diversen Größen gibt. Druck dir doch einmal folgende Seite aus, lege deine Brille darauf und stelle fest, welche Größe du brauchst:

http://www.uoptik.de/images/pdf/CocoonsSizeGuideDE.pdf

Wenn eine Überziehbrille für dich in Frage kommt (groß sind die Dinger nun mal, da sie ja über die normale Brille passen müssen), solltest du also unbedingt einen Optiker finden, der die für dich passende Größe bestellt, damit die Überziehbrille nicht größer als nötig ausfällt. Die wirst du dann aber vermutlich nicht für 38 Euro bekommen, ich habe vor einigen Jahren ungefähr das Doppelte bezahlt, bin aber auch wirklich zufrieden damit.

Liest du denn sehr viel am Strand? Vielleicht reichte dir ja auch eine Einstärken-Sonnenbrille, möglichst mit polarisierenden Gläsern, die du auf die Nasenspitze schieben kannst, wenn du mal kurz etwas lesen möchtest, das müsste bei deinen Stärken doch schon funktionieren? Und abends kannst du doch deine normale Brille tragen, oder bist du im Urlaub Tag und Nacht am Strand?

Ansonsten würde ich dir noch raten, dich auch mal bei anderen Einzeloptikern zu erkundigen - die Geschäftsphilosophie, die dein Stammoptiker vertritt, scheint nicht unbedingt geeignet zu sein, dir in Anbetracht deiner Bereitschaft, Abstriche hinzunehmen, zu etwas Günstigem zu verhelfen. (Das ist nicht abwertend gemeint, aber es gibt eben auch Optiker, die nicht an ihrem Stamm-Glaslieferanten kleben, sondern je nach den Wünschen ihrer Kunden auch mal auf Gläser eines Billiglieferanten zurückgreifen).

Das Mindeste sollte sein, dass du dir erklären lässt (egal ob vom Stammoptiker oder einem anderen), warum ein niedriger Index nicht in Frage kommt: Ist die Fassung zu groß? Handelt es sich um eine Halbrand- oder Randlos-Fassung, für die das 1,5er Material nicht geeignet ist? Wenn die Fassung nach Meinung des Optikers zu groß ist für Gläser mit niedrigem Index, kann er dir ja wenigstens die Randdicke ausrechnen und dir die Entscheidung überlassen, ob du mit dieser Randdicke leben könntest oder eher nicht. Auch für die Ablehnung mineralischer Gläser, die ja deutlich kratzfester wären als Kunststoff, solltest du dir zumindest den Grund nennen lassen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Entscheidungsfindung!

Bild des Benutzers Löwenzahn
Beigetreten: 28. April 2011 - 10:20

gelöscht

Bild des Benutzers Marion13
Beigetreten: 21. Januar 2011 - 10:25

... noch eine kleine Ergänzung bzw. Richtigstellung zu meinem letzten Beitrag: Selbstverständlich kann es auch sein, dass Gläser eines billigeren Herstellers gar nicht für dich geeignet sind, weil du vielleicht auf Änderungen des Glasdesigns empfindlich reagierst. Das sind aber Dinge, die du ausschließlich im Gespräch mit dem Fachmann deines Vertrauens klären kannst. Nur wenn du alle nötigen Informationen hast, kannst du die richtige Entscheidung treffen.

Bild des Benutzers Marion13
Beigetreten: 21. Januar 2011 - 10:25

Eigentlich wüsste ich ganz gern, welche Lösung du nun für deinen Urlaub gefunden hast... - es ist immer ganz nett, eine Rückmeldung zu bekommen!

Bild des Benutzers Kroki
Beigetreten: 11. Februar 2016 - 7:12

Hallo Marion, hallo Löwenzahn,

der Strand-Urlaub ist inzwischen vorüber und ich bin mit der gewählten Lösung gut zurechtgekommen, die allerdings vielleicht nicht besonders "elegant" war:

Meine teure neue Fernbrille mit Leseunterstützung habe ich tatsächlich zu Hause gelassen, da es erfahrungsgemäß nicht auszuschließen ist, dass sich auch im Urlaubs-Badezimmer das ein oder andere eingeschleppte Sandkorn tummelt.

In der schwächeren Stärke meiner vorigen Fernbrille (noch ohne Leseunterstützung) hatte ich eine ungetönte Fernbrille (mit einem im letzten Urlaub zerkratzten Glas) und eine Sonnenschutzbrille mit Gläsern in derselben Stärke bei geringerem Brechungsindex. Ergo habe ich nun für ca. 300 Euro das zerkratzte Glas gegen ein neues in derselben Stärke tauschen lassen und meine beiden alten Brillen mit in den Urlaub genommen.

Da mir die ultimativ scharfe Fernsicht nicht sooo wichtig war, ich nicht Auto fahren wollte und meine Alterssichtigkeit noch nicht besonders ausgeprägt ist, bin ich mit dieser Kombination (sogar ohne Kopfschmerzen beim Wechsel) sehr gut zurechtgekommen.

Zum Autofahren im manchmal ebenfalls sonnigen Deutschland habe ich mir für ein paar Euronen einen simplen Sonnenschutz zum Aufstecken auf meine aktuelle stärkere Fermbrille besorgt.

Im Moment versuche ich gerade mal wieder, für bestimmte Zwecke (wie z. B. Schwimmbad) Ein-Tages-Kontaktlinsen zu finden, die meine trockenen Augen dulden. Aber dieses Thema gehört ja eigentlich in ein anderes Unterforum...

Danke noch mal für Eure fachkundige Unterstützung
und viele Grüße

Kroki

Bild des Benutzers Marion13
Beigetreten: 21. Januar 2011 - 10:25

Für mein Verständnis von "Preiswürdigkeit" gehören dazu auch noch andere Aspekte als "immer am billigsten" - auch "günstig" ist für mich kein Synonym für "billig" - wem zum Beispiel durch das Schlange-Stehen bei F. bezahlte Arbeitszeit verloren geht, der fährt vielleicht günstiger mit dem Kauf beim kleinen Optiker um die Ecke, auch wenn er dort für die gleiche Brille 20 Euro mehr bezahlt.

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

ich kann mich Marion voll und ganz anschließen. Smile

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Marion13
Beigetreten: 21. Januar 2011 - 10:25

Danke an den Admin für das schnelle Entfernen des Werbebeitrags! Es freut mich, dass dadurch mein letzter Beitrag so schnell hinfällig wurde.

Bild des Benutzers Moppel
Beigetreten: 14. Juli 2016 - 17:14

HAllo Kroki, 

 

wo hast Du das Glas nun tauschen lassen? Hat nur eines €300 gekostet oder war es das Paar? 

Ich wollte mir jetzt meine bei (Werbung glöscht) machen lassen. 

Konntest Du bereits erfahrung sammeln? 

Bild des Benutzers dracula
Beigetreten: 23. Oktober 2016 - 22:24

Du könntest dir auch einfach eine Sonnenbrille mit Stärke zulegen, die du am Strand anziehst. Abends im Restaurant etc. kannst du ja dann deine normale, nicht getönte Brille aufsetzen Smile