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Bild des Benutzers Mario1984
Beigetreten: 17. Januar 2017 - 15:12
Seit 15 Jahren sporadisch, chronisch auftretende Lichtempfindlichkeit und Konzentrationsstörungen
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Hallo,

Ich (32) leide nun schon seit über 15 Jahren an Licht- und Geräuschempfindlichkeit, starken Konzentrationsstörungen und einem fiebrigem Gefühl im Kopf. Diese Symptome können sich über Monate hinziehen und schleichen sich in der aktiven Phase über den Lauf des Tages ein. Meistens geht das gegen Abend los, am nächsten morgen ist wieder alles gut. Ich habe allerdings auch Phasen bis zu einem halben Jahr, in denen die Symptome GAR NICHT auftreten.

Ich unterteile in 3 Farben:

Grün - Alles in Ordnung, der Kopf ist klar.
Gelb - Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren.
Rot - Nichts geht mehr. Audio-visuelle Reizüberflutung.

Aufgrund einer Sozial Phobie bin ich seit 15 Jahren oft zu Hause und arbeite auch von hier viel am Rechner. Wenn mein Zustand "rot" wird, verschafft Minzöl auf die Schläfen und ein kaltes, feuchtes Tuch um die Augen oft kurzzeitig Besserung. Ich habe sonst das Gefühl, das alle Eindrücke zu viel für mich sind und mein Gehirn überfordert ist. Kopfschmerzen oder eine Aura habe ich dabei nicht.

Ende letzten Jahres bin ich auf das Thema Winkelfehlsichtigkeit gestossen. Der Polatest nach Haase wurde durchgeführt, eine Winkelfehlsichtigkeit bestätigt und eine Prismenbrille wurde angefertigt. Diese habe ich 1 Woche regelmässig getragen, allerdings haben sich die Symptome eher verschlimmert, ich trage nun wieder meine normale Brille.

Anschliessend war ich in der Augenklinik (Uniklinik Dresden), die Ergebnisse habe ich als Anhang hinzugefügt.

Um per Ausschlussverfahren herrauszubekommen, woher die Symptome kommen, war ich schon bei sehr vielen Ärzten und Spezialisten (Neurologie, HNO, Psychiater usw.). Vielleicht haben sie / habt ihr schon davon gehört und könnt mir sagen, ob die Probleme von den Augen kommen könnten.

 

Danke und liebe Grüße,

Mario

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Mario,

 

der Anhang..... ?

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Mario1984
Beigetreten: 17. Januar 2017 - 15:12

Was ist damit? Also ich sehe ihn...

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Sorry, er ist oben. :

 

Du hast 1. eine Farbblindheit,

2. eine Phorie, die aber von der Klinik nicht korrigiert werden soll. Aber die Anstrengungen, die Phorie selber auszugleichen, führen meist zu den Symptomen, die Du beschrieben hast. Je nach körperlicher Verfassung ist das mal viel einfacher, und eben mal deutlicher mit Belastungen verbunden.

1 Woche Tragen einer notwendigen Prismenbrille ist entweder zu kurz, oder aber die Werte sind nicht optimal ermittelt. Lasse das bei Deinem Optiker prüfen, denn er ist in der Pflicht, Dein Sehen zu optimieren.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Mario1984
Beigetreten: 17. Januar 2017 - 15:12

Hatte mich schon gewundert.

Eine Phorie? Wird eine Winkelfehlsichtigkeit nicht Heterophorie genannt? Was genau ist der Unterschied?

Du würdest also empfehlen einen neuen Versuch mit dem Tragen der Prismenbrille zu starten? Sagen wir diesmal 2 Wochen?

Zum Optiker möchte ich eigentlich erstmal wieder ungern, da ein Gespräch sicher wieder mit Kosten verbunden ist...

Die Oberärztin der Augenklinik sagte u.a. auch, das ich mir vorallem die Augen "kaputt mache" wenn ich die Brille draußen tragen würde, da das mit meinen Werten nicht notwendig sei. Da ich ohnehin viel zu Hause bin, frage ich mich, ob es sinnvoll wäre, wenn ich die Prismenbrille nur zu Hause tragen würde...

Noch eine Frage die mich interessiert: Sollte die Prismenbrille die Augen nicht entlasten? Wenn die Symptome besonders schlimm sind und ich die Brille aufsetze - warum verspüre ich keine Verbesserung?

Danke schon für deine Antwort,

Mario

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Mario,

Winkelfehlsichtigkeit und Heterophorie sind fast da Gleiche, kommt nur auf das Messverfahren an. Die Prismenbrille soll Deine Augen entlasten, das geht aber nur, wenn alles stimmt. Was die Oberärztin sagt, ist wohl an den Haaren herbeigezogen und höre nicht auf sie. Eine Brille, die korrekt ausgemessen wurde, macht bei niemandem die Augen "kaputt".

Einen neuen Versuch mit der Prismenbrille würde ich nur machen, wenn nachweislich die Stärken und die Prismen stimmen. Notfalls das nochmal bei jemand anders testen lassen.

Adressen: www.ivbs.org oder www.shgwf.de

Viele Grüße

Eberhard