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Bild des Benutzers packesel
Beigetreten: 5. August 2007 - 12:53
Brille anpassen

Hallo ihr Lieben ;-),

bastle an einem Referat über die anatomische Anpassung einer Brillenfasung, d.h. angefangen bei Pads, über Bügel bis Bügelenden. Habe nur ganz wenige Informationen vor mir liegen (Kopien aus einem Buch). Bücher habe ich leider keine weiteren und Googlen hat mich auch nicht weiter gebracht. Vielleicht könnt ihr mir helfen - mit eurem Praxiswissen oder Internettipps. Das wäre echt super!
Konkret suche ich nach Bild- und/oder Textmaterial zu

- die unterschiedlichen Bügelenden (Sportbügel, Gespinstbügel, Steckbügel,...) und was bei ihrer Anpassung zu beachten ist
- die untersciedlichen Nasenpads und worauf bei der Anpassung zu achten ist
- Anatomie der Nase (von vorne betrachtet, am besten Grafik mit Beschriftung,...)
- Anatomie des Ohrs bzw. der Ohrmuschel (von der Seite Betrachtet, Felsenein gut zu sehen, am besten Grafik mit Beschriftung)
- in welcher Reihenfolge eine Brille anzupassen ist
- wie überprüfe ich, ob das Getsell gut sitzt?

In dem Referat geht es um die Grundlagen der anatomischen Anpassung einer Brille. Mit Hilfe des Referats sollen meine Mitschüler wissen, wie man bei einer richtigen Anpasung vorgeht, wie man erkennt, ob die Brille richtig sitzt und was typische Fehler sind und wie sie vermieden werden. Also so, dass der Kunde letztendlich zufrieden ist.

Mein Problem sind besonders die Nasenpads/ Padhebel. Ich sehe oder weiß oft nicht, wie ich die nun ausrichten soll. \"Das richtet sich nach der Nasenform\" - ich weiß, aber leichter gesagt als getan. Hat jemand einen guten Tipp für mich?

Bild des Benutzers packesel
Beigetreten: 5. August 2007 - 12:53

Achso Was auch noch toll wäre, wenn jemand ein paar praktische Hinweise hat, wie ich mit meinem Kunden während der Anpassung umgehe, was ich ihm sage bzw. wie ich ihn frage.

Z.B. weiß ich schon

1) Immer fragen "Darf ich nun mal schauen wie die Brille hinter den Ohren sitzt?". Nicht "Ich guck jetzt nochmal wie die Brille am Ohr sitzt" und dann einfach drauf loslegen. Dem Kunden könnte es unangenehm sein, wenn er z.B. ein Exzem am Ohr hat oder eine Perücke trägt. Und eine freundliche Frage kan ner immer noch verneien bzw. einen mit einem dezenten Hinweis "vorwarnen".

2) Wenn die Bügelenden zu weit vom Ohr/ Kopf wegsitzen und ich sage "Ich mach Ihnen die mal enger. Bin gleich wieder da", dann ist mit 90%-Wahrscheinlichtkeit die Antwort meines Kunden nache entsprechendem biegen "Die sitzt jetzt aber viel zu eng" (trotz einwandfreier Anpassung). Auch bei einer festen Brille das gleiche Prozedere ("Ich mach ihnen die mal locker" --> "Die ist jetzt aber viel zu locker"). Wenn ich stattdessen sage "Ich PASSE Ihnen die Brille hinter den Ohren jetzt noch RICHTIG AN, damit sie BEQUEM sitzt", dann sagen nur etwa noch 20% "Ein bischen drück sie aber noch". Also vieles scheint wohl davon abzuhängen, wie ich was sage und nicht wie ich was mache ;-).

3) Immer warten bis die Bügelenden auf Körpertemperatur abgekült sind. Sonst verbrennt sich der Kunde!

4) ??????

Bild des Benutzers Georg Scheuerer
Beigetreten: 16. Januar 2003 - 0:00

Hi Packesel,

he - da kann ich ja von Dir auch noch was lernen )
Die Kundenkommunikation ist schon sehr wichtig - die Anpassung muss natürlich schon auch noch richtig sein.

Die Frage mit der Nasenauflage Das wichtigste, die ganze Fläche muss aufliegen (nicht nur die Kante etc.) - falls dies nicht der Fall ist Winkel etc. ändern.
Immer zuerst an der Nase beginnen (Frage weisst Du warum?)!

Wie wird denn bei Dir in der Berufsschule die Anpassung bei "normalen" Bügel gelehrt - möglichst rund oder definierten Knick (kann natürlich je nach Ohransatz auch mal variierecn)

Ansonsten würde ich Bilder mit einer DigiCam machen - an Büchern gibts eigentlich wenig. Im DOZ Verlag gibts ein paar. Schau mal hier auf der Seite im Shop.

viele Grüße
Georg

Bild des Benutzers packesel
Beigetreten: 5. August 2007 - 12:53

Danke Georg für deine Antwort,

hmm... also wenn ich nicht an der Nase anfange, sondern z.B. gleich am Bügel rumbiege, dann sitzt vielleicht der Bügel gut, die Brille aber immer noch schepp. Verstell ich erst dann was an der Nase, verstellt sich auch der Sitz des Bügels wieder. Außerdem guckt der Kunde zuerst in den Spiegel. Sitzt die Brille schief im Gesicht und mache ich erst hinten irgendwas (Bügelenden sieht er ja nicht), dann wird er nie zufrieden sein, weil ihn immer was stört, sobald er in den Spiegel schaut...

Ich hoffe man bekommt irgendwann einen besseren Blick dafür 8-)...

In der Berufsschule haben wir mit dem Thema Brillenanpassung überhaupt noch nichts gemacht. Mein Referat soll wohl eine Art Einstieg sein.

Das mit den Bildern ist ne super Idee und danke auch für den DOZ-Tipp. Werd da mal schauen!

Bild des Benutzers Georg Scheuerer
Beigetreten: 16. Januar 2003 - 0:00

Hi Packesel,

deine Überlegung ist schon recht gut - wenn man die Pads verändert muss man die "Position des Knickes" wieder verlegen........deshalb erst die Nasenauflage!

viele Grüße und immer weiter so
Georg

Bild des Benutzers sharpanator
Beigetreten: 30. März 2012 - 5:39

Kann mir jemand sagen was es zu bedeuten hat, wenn die Bügel der Fassung, also nicht die Endbügel, sondern der Teil aus Metall bei einer Metallfassung so leicht durchgebogen ist nach innen. Wenn der Bügel vom Scharnier weg leicht nach innen gedrückt ist, in Richtung Kopf und dann ungefähr in der Mitte sich wieder nach außen biegt zum Ohr, quasi wie ein leichter "Knick" in dem Bügel.

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Hallo,

sorry für die späte Antwort, die Frage war wohl übersehen worden.

Ein Bügel muss leicht gewölbt am Kopf anliegen und zwar so, dass erst dass Bügelende den Kopf berührt. Nach Deiner Beschreibung ist wohl ein Verbiegen der Fall.

Viele Grüße

Eberhard