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Bild des Benutzers Aymara
Beigetreten: 8. Januar 2017 - 12:13
Astigmatismus ... Achse falsch ermittelt?

Hallo,

Ihr ahnt es wahrscheinlich schon ... Probleme mit neuer Brille ... doch zunächst zur Vorgeschichte zum besseren Verständnis:

Nachdem ich jahrzehntelang mit -1,25 beidseits gut klar kam (keine Probleme beim Lesen), hat sich in letzter Zeit mein Sehvermögen in zweierlei Hinsicht verschlechtert:

1. Wenn die Augen abends ermüdet sind, benötige ich nun eine Lesebrille mit beidseits +1,0 (keine Astigmatismus-Korrektion). Tagsüber klappt das Lesen noch ohne Lesebrille ganz gut, ebenso die Arbeit am PC.

2. Da ich insbesondere abends beim Fernsehen mit der Fernbrille nicht mehr optimal klar kam, war ich nun bei einem alteingesessenen Optiker vor Ort zu einem recht detaillierten Sehtest und habe ich nun seit Freitag eine neue Brille mit folgenden Werten:

L: -0,75 Sph.

R: -0,5 Sph., -0,75 Cyl., 80°

Gläser: Visall UV410, 1.6

Hierzu wäre noch erwähnenswert, dass bereits vor ca. 15 Jahren der Augenarzt eine Hornhautverkrümmung auf dem rechten Auge feststellte, allerdings mit einer Achse von Null Grad, und ich mit dieser Änderung nicht klar kam, u.a. Kopfschmerzen. Also habe ich binnen weniger Tage wieder das alte Glas eingesetzt, da sich links ja nix geändert hatte.

Doch nun zum aktuellen Problem:

Ich sehe mit der neuen Brille zwar wieder schön scharf (ausgenommen im Nahbereich logischerweise, ca. 1,5 - 2m), habe aber wie von anderen auch berichtet, bedingt durch die Astigmatismus-Korrektion nun eine Trapezverzerrung ... lustigerweise aber nur im Nahbereich ... alles was weiter als ca. 5m entfernt ist, sehe ich räumlich unverzerrt. Im Nahbereich hingegen sehe ich vor allem am Boden ein enormes Gefälle nach links. Wenn dies normal wäre, hätte der Boden vor mir auf einer Wegbreite von etwa 2-3 Metern ein Gefälle von ca. einem halben Meter.

Wie auch in manchen Forendiskussionen nachlesbar, empfahl der Optiker mindestens 3 Tage abzuwarten, nachdem er insbesondere den Augenabstand nochmals geprüft hatte.

Ich habe daraufhin nun gestern mal ein paar Recherchen zum Astigmatismus betrieben, um das Ganze besser verstehen zu können, denn meine Optik-Kenntnisse beschränkten sich bislang nur auf die Fotografie Smile

In dem Zusammenhang habe ich auch mal diesen Sonnenrad-Test gemacht und festgestellt, dass ich auf dem rechten Auge ohne Brille die Strahlen bei 10 und 11 Uhr, respektive 4 und 5 Uhr scharf sehe und die anderen nicht.

Würde das aber nicht bedeuten, dass der Optiker die Achse falsch ermittelt hat? Oder liegt hier ein Verständnisproblem meinerseits vor?

Erwähnenswert wäre noch, dass der Sehtest vormittags gemacht wurde und ich bei einem erneuten Sonnenrad-Test gestern Abend feststellte, dass das Optimum nun zwischen zwischen 11 und 12 Uhr lag. Zudem ist es mir natürlich nicht möglich, die Brille non-stop zu tragen, da ich beruflich am PC sitze. Themen wie neue Sonnenbrille, PC-Brille und neue Lesebrille will ich natürlich zurückstellen, bevor ich mit der Fernbrille nicht klar komme.

Von daher tendiere ich zu einem erneuten Sehtest am späten Nachmittag, hätte aber zuvor gerne die fettgedruckten Fragen oben  geklärt.

Merci im Voraus!

PS: Gleitsichtgläser und Kontaktlinsen mag ich nicht.

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

 

ein Selbsttest am Strahlenkranz hat keine Aussagekraft. 

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Aymara
Beigetreten: 8. Januar 2017 - 12:13

Merci Eberhard,

was hälst Du denn von der Idee, in ein paar Tagen den Sehtest an einem späten Nachmittag zu wiederholen? Ich habe wie gesagt den Eindruck, dass es sich abends mit der Hornhautkrümmung etwas anders verhält. Oder ist das vernachlässigbar?

Zudem scheint es mir ratsam, schnellstmöglich auch eine PC-Brille mit Astigmatismus-Korrektion zu beauftragen, damit die Augen und das Gehirn überhaupt ein Chance haben, sich an diese Korrektion zu gewöhnen, oder? Andererseits habe ich natürlich Angst, damit langfristig gar nicht klar zu kommen, denn diese gestörte 3D-Sicht macht mich echt wahnsinnig. Aber auf den Zylinder zu verzichten, sofern die erfassten Daten korrekt sind, wäre dann wohl die "Notlösung" mit entsprechenden Abstrichen bei der Sehschärfe rechts.

Ach übrigens ... mal eine doofe Laienfrage: Warum spricht der Fachmann von einer Korrektion statt Korrektur?

Gruß

Chris

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Chris,

zuerstmal: in der Augenoptik gibt es keine Korrektur sondern nur Korrektionen. Korrektur wäre so: Brille tragen und Fehlsichtigkeit ist weg, also Brille nicht mehr nötig. Wink

Die Fehlsichtigkeiten morgens und Abends sind normalerweise kaum unterschiedlich. Allerdings gibt es Einflüsse durch Erkrankungen, Medikamente, Augeninnendruck, Hormone u.e.m.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Aymara
Beigetreten: 8. Januar 2017 - 12:13

Merci, vielleicht doch mal wieder zum Augenarzt-Routinecheck, denn wie gesagt spielt bei mir die Augenermüdung am Abend eine nicht unerhebliche Rolle ... tagsüber brauche ich z.B. die Lesebrille kaum.

Gruß

Chris